Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Eva Friedrich steht 
hinter Ausstellungen

Großburgwedel Eva Friedrich steht 
hinter Ausstellungen

Die Kunst im Wandel zu zeigen ist ihr großes Anliegen: Seit 2010 organisiert Eva Friedrich Ausstellungen in Großburgwedel.

Voriger Artikel
Automeile wird zum Zugpferd
Nächster Artikel
Kein Eichenblatt ist vor ihnen sicher

In der Ausstellung "Die Kunst ist die Tochter der Freiheit" ist Eva Friedrich mit Fotografien vertreten, die aus einem fahrenden Auto aufgenommen wurden und die Flüchtigkeit des Augenblicks festhalten.

Quelle: Heine

Großburgwedel. Auch die am Wochenende eröffnete Schau „Die Kunst ist die Tochter der Freiheit“ hat die Kleinburgwedelerin kuratiert – ihre siebte Ausstellung, in der sie unterschiedliche Stile vereinigt: Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Videoinstallationen und Kurzfilme. „Die Bandbreite ist mir wichtig“, sagt die Pensionärin.

Der Drang nach Neuem zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Mehrere Umzüge mit der Familie von Baden-Württemberg nach Franken, wieder zurück und dann nach Niedersachsen haben sie geprägt. Ebenso große Wandlungsfähigkeit zeigt sie künstlerisch. Während sie als Kind Weinberge malte, schuf sie an der Freien Kunstakademie Nürtingen, wo sie bis 1987 insgesamt neun Semester Bildhauerei, Keramik und Grafik studierte, lebensgroße Tonobjekte.

Hinzugekommen sind in den vergangenen Jahren Film- und Fotoarbeiten. Und Kinderbücher – das neueste, gerade erschienene heißt „Rhinos Abenteuer“ und handelt von einem kleinen Rhinozeros. „Es ist das erste Mal, dass ich meinen Text illustriert habe, also die Bilder nicht zuerst da waren“, erklärt Friedrich, die als Grund- und Hauptschullehrerin ins Berufsleben startete und seit 1993 als freischaffende Künstlerin arbeitet.

Kunst hatte in ihrem Leben von Beginn an einen hohen Stellenwert. Eine Tante, die als Malerin tätig war, wurde ihr großes Vorbild. „Sie war extrovertiert, fantasievoll und hat ihr eigenes Haus entworfen mit einem Atrium und einem großen Atelier“, erzählt Friedrich. Ihr Vater, ein Oberstudienrat, bestand allerdings auf der Wahl eines „ordentlichen“ Berufes. So besuchte sie die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg-Stuttgart, immerhin mit dem Hauptfach Kunst, und war schon 21-jährig Lehrerin. Sieben Jahre später heiratete sie.

Als Ausstellungsmacherin kümmert sie sich auch im Ruhestand noch mit Leidenschaft um den Nachwuchs. Als Mitglied im Bund Bildender Künstler Hannover (BBK) sowie in der Gemeinschaft der Kunstförderer GEDOK hält sie enge Kontakte zu den Kunsthochschulen in Braunschweig und Hannover. Viele der jungen Künstler, denen sie auch aktuell in Großburgwedel mit ihren Ausstellungen beim Schritt in die Öffentlichkeit helfen will, kennt sie persönlich.

„Es ist schade, dass es in der Stadt Burgwedel keinen eigenen Ausstellungsraum gibt“, bedauert Friedrich. Eine Konsequenz: Die Installationen und die Videokunst, die am Sonnabendabend während der Vernissage zur aktuellen Ausstellung im Amtshof gezeigt wurden, mussten schon nach einem Tag wieder abgebaut werden. Immerhin: Die Arbeiten im Rathaus sind bis zum 28. Oktober zu bewundern.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten