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Klinikum: CDU greift Verdi und Jagau an

Burgwedel Klinikum: CDU greift Verdi und Jagau an

Bei der Krankenhausplanung werde die Bevölkerung von Rot-Grün „an der Nase herumgeführt“, sagt Burgwedels CDU-Chef Rainer Fredermann.

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Das Klinikum Großburgwedel.

Quelle: Christian Behrens

Burgwedel. Beide Kliniken in Großburgwedel und Lehrte sollten erhalten bleiben, das hatte die rot-grüne Regionsfraktion Anfang Dezember als gemeinsame Position verlautbaren lassen. Doch am Montag im Aufsichtsrat des Regionsklinikums (KRH) fanden die Vertreter des Bündnisses dafür nicht die erforderliche Mehrheit. Unterstützt auch von der Neuwarmbüchenerin Christiane Hinze (FDP) sprachen sich die Arbeitnehmervertreter für einen Neubau auf der grünen Wiese aus. Der Aufsichtsrat ließ alle Optionen für den für März erwarteten Standortbeschluss der Regionsversammlung offen.

„Welche Rolle spielt eigentlich der Regionspräsident?“, fragte Fredermann am Dienstag: Hauke Jagau bekenne sich weder zur Position der Regions-SPD noch zu einem Neubau. „Oder führt Rot-Grün die Bürgerinnen und Bürger in Lehrte und Burgwedel gemeinsam vor?“ Während Fredermann unterstellt: „Es war offenbar nie vorgesehen, beide Krankenhäuser zu erhalten!“, vermutete Lehrtes CDU „Absprachen hinter den Kulissen“ und nahm Bürgermeister Klaus Sidortschuk wegen „Passivität“ in Haftung. Der SPD-Mann konnte aber auf einen frischen Brief an Jagau verweisen, in dem er den Erhalt des KRH-Standortes Lehrte fordert. Sein Burgwedeler Kollege Axel Düker (SPD) tat dies auf Anfrage ebenfalls: „Ich glaube, dass zwei Standorte der richtige Weg sind.“

Fredermann kritisiert besonders die Verdi-Vertreter im KRH-Aufsichtsrat: „Was bewegt sie, sich nach einem Jahr des Schweigens erst jetzt für einen Neubau und die Schließung zweier Krankenhäuser auszusprechen?“ Mit der Politik hätten sie das Gespräch nicht gesucht.

Von Martin Lauber

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