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Klinikum: Noch keine Vorentscheidung

Großburgwedel/Lehrte Klinikum: Noch keine Vorentscheidung

Die Konturen der „Medizinstrategie 2020“ bleiben unklar: Entgegen der ursprünglichen Planung hat der Sozialausschuss der Region die Zukunft der Krankenhäuser in Großburgwedel und Lehrte nicht behandelt.

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Ob Großburgwedel einen Krankenhaus-Neubau bekommt, ist ebenso offen wie die Frage, ob das frühere Parkgelände dafür infrage kommt.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Nur 20 Stunden vor dieser Sitzung hatte die rot-grüne Mehrheitsfraktion ihren gemeinsamen „Änderungsantrag“ versandt: Dieser sieht einen Klinikneubau in Großburgwedel mit zusätzlichen Angeboten wie Herzkatheter und einer Station für Wirbelsäulenerkrankungen vor sowie die Weiterentwicklung von Lehrte zu einem geriatrischen Krankenhaus inklusive - und das macht aus der bisherigen „Variante IV plus“ ein „IV plusplus“ -Notaufnahme und Unfallchirurgie.

Doch zu einer Beratung darüber kam es erst gar nicht. Einerseits hatte die Regionsverwaltung die angekündigte Vorlage nicht vorgelegt. Andererseits war es SPD und Grünen nicht gelungen, die für die Behandlung des Antrages nötige Zwei-Drittel-Mehrheit im Ausschuss zu bekommen.

„Das Thema ist wichtig genug, dass wir es nicht verschieben sollten“, so hatte Paul Krause (SPD) am Donnerstag in der Sitzung um grünes Licht zur Behandlung des Spontan-Antrags geworben - vergebens. In einer Pressemitteilung nach der Sitzung ätzte die SPD dann: CDU und FDP hätten mit ihrer Ablehnung, die Diskussion über das Medizinkonzept für die Standorte Großburgwedel und Lehrte zu eröffnen, „nicht nur ihr Desinteresse an dem Thema, sondern darüber hinaus ihre mangelnde Verantwortungsbereitschaft für die zukünftige medizinische Versorgung in der Region offenbart“.

Das lassen die so Gescholtenen natürlich nicht auf sich sitzen. CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek nennt inhaltliche Gründe: Die Zugeständnisse für das Krankenhaus Lehrte reichten nicht aus. So bliebe dort nur ein „qualifiziertes Altersheim mit Verbandsplatz“ übrig. Die betriebswirtschaftliche Seite sei in keiner Weise geklärt, kritisierte der Wettmarer CDU-Regionsabgeordnete Rainer Fredermann. Er wirft Rot-Grün vor, den Dialogprozess auseinanderzunehmen.

Auch aus Sicht von Christiane Hinze (FDP) gab es gestern nichts zu beraten: Ein Änderungsantrag ohne Antrag, und dieser nur Stunden vor der Sitzung gestellt, sei ihr in ihrer politischen Karriere noch nicht untergekommen. Die Tendenz des rot-grünen Vorstoßes besitze zwar Charme. Aber die Finanzierung der zusätzlichen Angebote für das Krankenhaus Lehrte „müsste man unserer Fraktion erst mal ausführlich erklären“.

Auf Anregung der Liberalen soll jetzt, bevor die Regionsversammlung am Dienstag, 1. März, über die weitere Klinikstrategie entscheidet, der Sozialausschuss noch einmal zu einer Sitzung zusammenkommen. „Da kann dann ausführlich beraten werden“, verspricht der Burgwedeler SPD-Regionsabgeordnete Andreas Strauch.

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