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Kritik an vollendeten Tatsachen

Fuhrberg Kritik an vollendeten Tatsachen

Kritik gibt es an den Plänen, eine große Zahl von Flüchtlingen und Erntehelfern am äußersten Dorfrand von Fuhrberg in Containern unterzubringen. Ob eine solche Lösung praktikabel ist, hängt nach Auffassung von Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer wesentlich von einer Verbesserung der Infrastruktur ab.

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Das Gelände der alten Schnapsbrennerei grenzt direkt an eine Biogasanlage an. Lauber

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Die Nachricht, dass hinter der alten Schnapsbrennerei am Grasbruchweg Container aufgestellt werden sollen, die theoretisch mit bis zu 270 Erntehelfern und weiteren 90 Flüchtlingen belegt werden können - sie war gestern das Gesprächsthema in Fuhrberg.

„Bei mir waren schon einige Bürger und Bürgerinnen, aber auch Mitglieder der SPD versammelt“, berichtete Heike Schötker gestern auf Anfrage. „Zuerst einmal ist man entsetzt über die Informationspolitik. Es werden hier vollendete Tatsachen geschaffen, die alle kritisch sehen“, fasst die stellvertretende Ortsbürgermeisterin die Reaktionen zusammen. Selbst in der Flüchtlingsbetreuung tätig, meint sie zum Container-Projekt: „Bei einem solchen Vorhaben ist es undenkbar, dass die Helfer allein handeln. Hier wird es jetzt um Teambildung gehen, die auch koordiniert werden muss.“

Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer (CDU) hat am Mittwochabend persönlich den Helferkreis informiert. In seinen Augen können die Container an der Dorfperipherie nur eine Durchgangsstation sein. „Mein Ziel ist es, dass wir das Bestmögliche daraus machen, damit es für die Betroffenen und auch für die Anlieger des Grasbruchweges erträglich bleibt“, sagte er auf Anfrage. Dafür müsse etwas mit der Infrastruktur passieren - beginnend bei der fehlenden Straßenbeleuchtung bis zu einem sicheren Randstreifen für Fußgänger und Radfahrer. Die Außenanlagen müssten einerseits so gestaltet werden, dass die Container-Bewohner sich dort wohl fühlen, andererseits so, dass Flüchtlinge und Saisonarbeiter sich „nicht in die Quere kommen“, wenn sie dies nicht wollen. „Es hängt viel davon ab, ob es uns gelingt, das Areal entsprechend herzurichten“, so Neddermeyer.

Ob der Ortsratsraum im Feuerwehrhaus als Tagungsort ausreichen wird, wenn die Stadtverwaltung am nächsten Donnerstag, 28. Januar, um 20 Uhr ihre Pläne vorstellt, ist für den Ortsbügermeister noch nicht ausgemacht. Er rechnet mit vielen Interessierten, denn: „Dass da auch Emotionen hochkochen, wissen wir.“

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