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Die Kröten können sich auf den Weg machen

Burgwedel Die Kröten können sich auf den Weg machen

Die Krötenwanderung kann beginnen: Naturschützer aus Burgwedel haben gestern zwischen Engensen und Ramlingen wieder einen 500 Meter langen Zaun aufgestellt, um die Amphibien zu fangen und sicher über die Straße zu tragen.

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Mitglieder des Nabu Burgwedel-Isernhagen stellen an der K117 nahe Engensen einen Krötenzaun auf.

Quelle: Frank Walter

Engensen. Wer sich wie die Mitglieder des Naturschutzbundes Burgwedel-Isernhagen bereits im 16. Jahr dem Krötenschutz verschrieben hat, weiß, wie man Muskelkater verhindert: „Die Sammeleimer einzugraben, ist wirklich eine heftige Arbeit“, erläutert Nabu-Sprecher Horst Hagenberg. Deshalb bleiben die Eimer das ganze Jahr über im Boden – gut markiert und mit Erde verfüllt, die man im nächsten Frühjahr einfach wieder auskippen kann. Denn dann sollen die Kröten, die auf dem Weg zum Laichgewässer vom grünen Plastikzaun abgeleitet werden, in die Eimer purzeln.

Jeden Tag werden die Naturschützer in den nächsten Wochen die Behälter kontrollieren und Kröten, Frösche, Molche und Co. über die Kreisstraße tragen. Die Wanderung beginnt eigentlich erst bei Nachttemperaturen von mindestens 6 Grad Celsius, doch das scheint nicht jede Kröte zu wissen: Mitglieder des Nabu Burgdorf hatten trotz Nachtfrosts bereits am Montag ein Stück weiter in Richtung Ramlingen die erste Kröte über die Straße gebracht – höchste Zeit also für die Burgwedeler, ihrerseits den Zaun aufzustellen.

Dabei sind es sind nicht allein die Autoreifen, die für Kröten den Tod bedeuten. Selbst wenn Fahrer das Tempo deutlich drosselten und Kröten zwischen die Räder nähmen, platzen durch den Druck unter dem Fahrzeug die Lungen der Tiere, erläuterte Hagenberg. Um das zu verhindern, hat der Nabu an der „Kröten-Chaussee“ nahe Engensen in den vergangenen Jahren schon Tausende von Amphibien über die Straße getragen.

Von Frank Walter

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