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Kunst im alten Park

Großburgwedel Kunst im alten Park

Mitundohnepunktundkomma: Ziemlich unaussprechlich ist der Titel der Freiluftausstellung, in der sich zehn Künstler aus drei Ländern mit Kommunikation auseinandersetzen.

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Das Rad des Künstlers Ingo Warnke aus Kührsdorf hat einen Durchmesser von 3,20 Meter und besteht aus 64 Einzelobjekten, die sich auf die Zeichen des chinesischen I Ging - des Buchs der Wandlungen - beziehen.

Quelle: Jürgen Zimmer

Burgwedel. Dass der Kunstverein im Sommer Open-Air-Kunst im Alten Park an der Thönser Straße präsentiert, hat schon Tradition. Unter dem Titel „mitundohnepunktundkomma“ haben der Vorsitzende Stefan Rautenkranz und Kuratorin Barbara Diabo aus Berlin am Freitagabend eine nicht alltägliche, spartenübergreifende Ausstellung mit Performance, Objekten und Skulpturen eröffnet. Zehn Künstler hatte der Kunstverein zu Beiträgen zum Thema Kommunikation aufgefordert - „die trauen sich was“, befand ein Besucher über das Ergebnis.

Eine Informationsgesellschaft sei weit mehr als die nie zuvor da gewesene Fülle an Nachrichten. Trotzdem oder vielleicht sogar deshalb werde es, so die Macher der Ausstellung, immer schwieriger, miteinander in direkten Kontakt zu treten - zu kommunizieren, ob verbal oder nonverbal. Dies sollten die zehn Künstler aus Österreich, China und Deutschland in Szene setzen.

Movana Chen, eigens aus Hongkong angereist, hat zum Beispiel exklusiv für die Großburgwedeler Schau ein drei mal vier Meter großes Objekt aus geschredderten Büchern gestrickt, das jetzt zwischen den Bäumen des Alten Parks hängt. Ein etwa zehn Meter langer Papierweg zu einer Radskulptur von Ingo Warnke lud am Freitagabend die Besucher der Vernissage zum Weiterstricken ein. Die Kunstkonsumenten wurden somit Teil der Aktion und des Objekts. Chen, die ihre Arbeiten weltweit präsentiert, will mit ihren Papierwerken den „Verschleiß und die Vergänglichkeit der eigenen Identität“ spielerisch aufzeigen und kommunizieren.

Ganz anders die Leipzigerin Angela Viain. Ihre extraterrestrischen hellgrünen Wesen lassen der Fantasie freien Lauf. Was sie gerade tun oder nicht, soll jeder selbst entscheiden.

Kuratorin Barbara Diabo fand es spannend, Künstler zu diesem Thema zu finden und mit ihnen darüber zu sprechen, wie Kommunikation dem Publikum nähergebracht werden kann. Die Ausstellung ist bis zum 30. September täglich 24 Stunden lang zu besichtigen.

Von Jürgen Zimmer

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