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Kreativität hat viele Gesichter

Burgwedel Kreativität hat viele Gesichter

Kunsthandwerk, wohin das Auge nur blickte, füllte am Wochenende das Schulzentrum. Wer kein Geschenk brauchte, für den lohnte sich der Besuch dennoch – verstecken sich doch auch die schönsten Geschichten hinter den Ständen.

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Ob "Upcycling" bei Monika Fischer, originalgetreu nachgebaute Leuchttürme bei Gerhard Hühn oder wunderschönes Holzspielzeug von Ernst-Dieter-Schnur: An den vielen Ständen im Schulzentrum gibt es am Wochenende für Besucher viel zu sehen. Auch die dreijährige Luisa wird fündig.

Quelle: Carina Bahl

Großburgwedel. Das Ernst-Dieter Schnur Großvater aus Leidenschaft ist, sieht man auf den ersten Blick: Liebevoll beugt er sich zur dreijährigen Luisa herunter, zeigt ihr, wie man die handgeschnitzte Lokomotive bedient und den Backofen der hölzernen Küche öffnet – ein Geschenk für Luisas noch ganz kleinen Bruder? Für diese Suche nahm sich der Wolfenbüttler nur zu gern Zeit.

So detailgetreu wie Schnur aus Holz Kinderträume schafft, so akribisch faltet und waltet Monika Fischer ein paar Tische weiter: „Upcycling – nicht Recycling“, verbessert sie gut gelaunt die Nachfragen zu ihren Taschen und Schalen, die sie allesamt aus Altpapier, Zeitschriften und Broschüren gefaltet hat. „Mein Ziel ist es, Papier nicht nur wiederzuverwerten, sondern aufzuwerten.“ Seit fünf Jahren hat sie sich diesem umweltschonenden Hobby verschrieben – 35 Stunden für eine ganz besondere Handtasche? Kein Problem. Die Preise? Echte Schnäppchen im Vergleich zur „Müllmode“, die sich seit Jahren in Amerika etabliert. „Ach, ich habe kein Label“, sagt sie dazu – „aber darauf kommt es auch nicht an. Es macht Spaß.“

Den Spaß am Handwerk sieht man ein Stückchen weiter auch Gerhard Hühn an. Rentner sei er seit zwei Jahren – die freie Zeit fließe jetzt in den Bau von Leuchttürme für den Garten. „Früher habe ich Leuchttürme im Urlaub an der Küste fotografiert“, erzählt der Kunsthandwerker. „Da wollte ich wissen, ob ich sie auch nachgebaut bekomme.“ So viel sei verraten: Ja, das bekommt er hin. Und wie.

Die kleinen Gespräche an den Ständen im Schulzentrum zeigen, wie viele Talente und Familiengeschichten sich hinter dem Kunsthandwerk verbergen. Hier wird im Trubel gestrickt, dort immer der Stand neu dekoriert. Eine wunderbar wohlige Atmosphäre macht Lust auf die Adventszeit. „Man hört so viele schöne Geschichten“, meint auch Gerhard Hühn – und nennt als Beispiel eine eben vereinbarte Auftragsarbeit. „Hier war ein Pärchen, das sich an seine Trauung in einem Leuchtturm in Bremerhaven erinnert hat.“ Zum Hochzeitstag im Mai wird er ihnen eben diesen in den Garten bauen.

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Von Carina Bahl

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