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Ein kunstvoller Perspektivwechsel

Burgwedel Ein kunstvoller Perspektivwechsel

Schon fast Tradition geworden sind die Ausstellungen des Kunstvereins Burgwedel-Isernhagen im November. An zwei Lokalitäten – in der Volksbank und im Rathaus – haben seit Donnerstagabend wieder vier Künstler die Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren.

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Jürgen Kelling (von links), Jutta Barth, Siegrid Müller-Holtz und Annette Polzer laden die Besucher mit ihren Kunstwerken bei der Vernissage im Rathaus in Großburgwedel  zu einem Perspektivwechsel ein.

Quelle: Jürgen Zimmer

Großburgwedel. Bei einem Glas alkoholfreiem Sekt in der Volksbank bot Kunstvereinsvorsitzender Stefan Rautenkranz den etwa 30 Besuchern einen kostenlosen Wechsel der Perspektive an. Mittels Kunst, versteht sich, denn die könne das durchaus leisten, sagte er. „Vier Berliner Perspektiven“ ist die Ausstellung überschrieben, wobei die Werke der vier Künstler eine jeweils eigene Identität und keinen speziellen Blickwinkel aus einer wie auch immer gearteten Berliner Perspektive sind, außer dem Umstand vielleicht, dass die vier Aussteller ihren Lebensmittelpunkt in der Hauptstadt haben oder hatten.

Das bemühte Suchen von Gemeinsamkeiten in den Werken verhindert eher das Finden der Einzelperspektive, um die es ja geht. Die Verwendung von natürlichen Materialien, versetzt mit allerlei Fundstücken oder auch von Blättern des Ginkgobaumes in „Mythos Ginkgo“ bei Siegrid Müller-Holtz schaffen abstrakte „Sehstücke“, wie sie sie selbst bezeichnet. Jutta Barth hingegen bevorzugt den Einsatz von fragmentierten Naturmaterialien, zum Beispiel Blattskeletten, die von ihr in eine handgeschöpfte Papiermasse eingelassen werden – ein sehr komplexer und im wahrsten Sinne „schöpferischer“ Vorgang. Jürgen Kelling zeigt Arbeiten zum Thema „Mikro-Makro“, wie im Kleinen so im Großen, wo es um das Spiel von Chaos und Ordnung, von Rhythmus und Struktur geht. Die gewollte Reduktion auf einfache Mittel wie Pinsel oder Feder, Öl oder Tusche zeichnet seine Bilder aus. Die Kunstwerke von Annette Polzer haben meist das Licht, Wahrnehmungen von Sein und Schein und die Auflösung des eben Gesehenen durch (selbst) gesetzte Grenzen zum Thema. In ihren ausgestellten Fotografien werden reale Lichtsituationen abstrahiert. Dabei entstehen faszinierende Bilder aus ihrer Sichtweise.

Die Ausstellungen in der Volksbank und im Rathaus sind noch bis 15. Dezember zu den normalen Öffnungszeiten zu besichtigen.

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Jürgen Kelling (von links), Jutta Barth, Siegrid Müller-Holtz und Annette Polzer laden die Besucher mit ihren Kunstwerken bei der Vernissage im Rathaus in Großburgwedel  zu einem Perspektivwechsel ein.

Quelle: Jürgen Zimmer

Von Jürgen Zimmer

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