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Laienspieler suchen eine neue Heimat

Burgwedel Laienspieler suchen eine neue Heimat

Schock für Wettmars Laienspieler: Die Waldschänke steht für ihre alljährlichen Theaterwochenenden künftig nicht mehr zur Verfügung. Er benötige den Saal für Privatfeiern, erklärt Gastwirt Walter Renke.

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Proben im Saal der Waldschänke zur bisher letzten Theaterproduktion „Weil Männer auch nur Menschen sind“.

Quelle: Jarolim-Vormeier (Archiv)

Wettmar. „Komplett im Chat“, „Aphrodites Zimmer“, „Die Leiche im Schrank“, „Schlitz im Kleid“ - in jede dieser Komödien hatte die Laienspielgruppe, die zum MGV Wettmar gehört, monatelange Probenarbeit investiert. Die Komödie „Weil Menschen auch nur Männer sind“ war mit vier Aufführungen im voll besetzten Saal der Waldschänke im September 2015 die bisher erfolgreichste Inszenierung. Doch vier Monate später kam die Kündigung - nach Aussage von Sprecherin Ulrike Bigalke unverhofft: „Wir waren entsetzt über die Nachricht, dass das Theaterwochenende in der bekannten Örtlichkeit nicht mehr stattfinden soll. Sehr schade.“ „Wir wurden einfach abgewatscht“, sagt einer der Schauspieler.

„Ich habe ein Geschäft, die Zeiten sind schwieriger geworden“, erklärt Gastronom Renke. Vergangenes Jahr habe er drei große Familienfeiern wegen der Laienspieler absagen müssen. Die Bewirtung während der Aufführungen sei personalaufwendig, der Umsatz gering: „Es bringt nichts ein.“

Das gute Dutzend Laienspieler im Alter ab 20 bis über 70 Jahren ist zwar längst eine kulturelle Institution im Dorf und hat sich auch über Wettmar hinaus ein Stammpublikum erspielt - aber nun ist das Ensemble erst einmal „heimatlos“, wie Bigalke das nennt. Besonders schwierig macht die Lage, dass bisher im Saal der Waldschänke auch geprobt werden konnte. Weil auch das passé ist, ist Ersatz umso schwerer zu finden.

„Damit das Theater als kulturelle Bereicherung des Dorflebens nicht ausstirbt wie der Weihnachtsmarkt, suchen wir dringend ein neues Zuhause“, sagt Bigalke.

Wer Räumlichkeiten zu bieten hat, erreicht sie unter Telefon (0 51 39) 18 66 oder per E-Mail an Ulrike.Bigalke@web.de.

von Martin Lauber

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