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Landmarkt erhält Probezeit

Großburgwedel Landmarkt erhält Probezeit

Großburgwedel soll sonnabends einen Landmarkt auf dem Domfrontplatz bekommen – wenn auch aus Sorge um den Wochenmarkt am Donnerstag erst einmal auf Probe.

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So wie zur Eröffnung 2012 in Bissendorf soll es auch auf dem Domfrontplatz in Großburgwedel aussehen - zumindest soll der Landmarkt eine Probezeit bekommen. Bernstorf (Archiv)Landmarkt Großburgwedel Wedemark

Quelle: Friedrich Bernstorf

Großburgwedel. Am Ende der langen Debatte im Ortsrat Großburgwedel stand die Zusage des Burgwedeler Bürgermeisters: Mit dem Handlungsauftrag des Ortsrates werde die Verwaltung ein Eckpunktepapier aufstellen und sich dann mit dem Wedemärker Landmarktverein besprechen – innerhalb eines Monats müsse das zu machen sein, sagte Axel Düker zu. Wie lange die Probezeit dauern wird, ob der Landmarkt während dieser Phase einmal im Monat, 14-tägig oder doch wöchentlich auf dem Domfrontplatz öffnen soll, ist noch offen – das müsse das Gespräch mit dem Verein ergeben, so Düker.

Den Landmarkt in einer Probephase nur einmal pro Monat zu erlauben – mit diesem Ansinnen war Düker auch in die vorherige Diskussion des Ortsrates gegangen. Doch nicht nur das: Der Bürgermeister listete gleich mehrere Dinge auf, die aus seiner Sicht bei einer Entscheidung für oder gegen einen Landmarkt zu beachten seien. "In der Wedemark ist der Landmarkt nett, er funktioniert – aber die Wedemark hat auch keinen Wochenmarkt“, gab der Bürgermeister zu bedenken. Großburgwedel hingegen habe einen Wochenmarkt der "noch funktioniert“.

Doch wäre das auch mit einer möglichen neuen Konkurrenz durch einen Landmarkt am Sonnabend garantiert? Da hat die Verwaltung Zweifel. Das "Wochenmarkt-Prinzip“ schrumpfe, verwies Düker auch auf eine entsprechende Berichterstattung in der HAZ. Der Nachwuchs fehle, es gebe mehr Marktplätze als Händler, Burgwedels Beschicker sprächen von rückläufigen Umsätzen in den vergangenen Jahren. "Wenn noch mehr Umsatzeinbußen kommen, gehen die hier weg. Ich schlachte keine Kuh, die Milch gibt“, sagte Düker – "und ich will auch die Hofläden in Burgwedel nicht kaputtmachen“.

Von seiner Forderung nach einem Landmarkt rückte der Ortsrat dennoch nicht ab. Das Interesse in der Bevölkerung sei groß, sagte Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller (CDU), und auch Bedri Özdemir (SPD) wünscht sich mehr Belebung für die Innenstadt. "Mehr Mut stünde uns gut“, forderte Carsten Niemann (CDU), treibende Kraft für den Großburgwedeler Landmarkt.

Kein Verkehrsgutachten vor Messung

Erst will die Stadt eine Verkehrsmessung vornehmen, um herauszufinden, wie stark der Schwerlastverkehr durch Großburgwedel wirklich ist. Dann will sie Tempo 30 vor der Grundschule anordnen lassen, um anschließend mit einer zweiten Messung zu kontrollieren, ob die Geschwindigkeitsbeschränkung mehr Lkw-Fahrer bewegt, die Ortsumgehung zu nehmen. Diese Vorgehensweise hat Bürgermeister Axel Düker am Dienstagabend im Ortsrat vorgestellt – und dafür von Carsten Niemann (CDU) Kritik geerntet. "Wir wollten eine ganzheitliche Prüfung der Verkehrssituation“ erinnerte dieser an einen CDU-Antrag. Tempo 30 vor der Schule entlaste die Ikea-Kreuzung nicht. Durchsetzen konnte sich Niemann damit nicht. "Wir sollten die Zählungen abwarten und uns dann die nächsten Schritte überlegen“, sagte Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller (CDU) auch mit Blick auf die vermuteten Kosten für ein Verkehrsgutachten von mehreren Tausend Euro.

Von Frank Walter

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