Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Langeheins Garten wird zu Galerie und Konzertbühne

Wettmar Langeheins Garten wird zu Galerie und Konzertbühne

Ein heißer Sommersonntagnachmittag - und aus dem Mühlenweg in Wettmar hört man schon von fern Geigen schluchzen, leise untermalt vom Gackern der Hühner. Beides sind Charakteristika der Gartenkonzert-Reihe von und mit Annette Langehein, die dabei vom Verein Freundeskreis Burgwedeler Gartenkonzerte unterstützt wird.

Voriger Artikel
Radeln unter Alkohol kann teuer werden
Nächster Artikel
Wellenoptik ganz nach Vorschrift

Programmgestalterin, Gastgeberin und Geigerin: Annette Langehein (Mitte) konzertiert bei der Matinee gemeinsam mit Sopranistin Sylvia Bleimund und Pianistin Christina Worthmann.

Quelle: Jürgen Zimmer

Burgwedel. Wie die zehn Vorgänger begann die dreiteilige Veranstaltung am Wochenende mit einer „Serenade im Garten“. Dabei spielten am Sonnabendabend Birte Päblow und Nicolai Krüger Stücke für Violine und Klavier unter anderem von Mozart, Schubert und Ravel. Am Sonntagmittag ging es mit einer Matinee und einer Kunstausstellung im „Konzertsaal der Natur“ weiter. Die im Langehein’schen Garten arrangierten Landschaftsfotografien der Gastgeberin und die teils großflächigen Bilder gleichen Sujets von Svetlana Arepev verwandelten Haus und Drumherum in eine Galerie. Viele der rund 100 Besucher kommen regelmäßig zu dieser in weitem Umkreis einmaligen Veranstaltung mit ganz viel persönlichem Flair. Man kennt sich, plaudert miteinander, bietet eine Kostprobe aus dem Picknickkorb an, fächert sich Luft zu, rückt den Sonnenhut zurecht - und das Konzert kann beginnen.

Diesmal gab es bei den Musikern eine reine Frauenrunde, in der Philipp Beisteiner, ehemaliger NDR-Musikredakteur, als Moderator und Hahn im Korb fungierte. Von ihm erfuhr das Publikum, dass sehr viele Musikstücke eigens für solche Matineen oder Soireen geschrieben worden seien, quasi als Saisonarbeit. Danach wurden mit dem Notenpapier Fische eingewickelt.

Vor diesem Hintergrund ist das Quartett Es-Dur von Johann Christian Bach, mit dem das Konzert eröffnet wurde, eine Rarität. Robert Schumanns Volkslied „Wenn ich ein Vöglein wär“ war Sylvia Bleimunds erster, aber längst nicht letzter Einsatz beim sonntäglichen Konzerterlebnis für fast alle Sinne inklusive kostenloser Wohlfühlatmosphäre.

Von Jürgen Zimmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6slqn371eautd2w7l5i
Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers

Fotostrecke Burgwedel: Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers