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Mit 81 fit wie ein Fisch im Wasser

Großburgwedel Mit 81 fit wie ein Fisch im Wasser

Sommerzeit ist Badezeit, will man einen kühlen Kopf bewahren an heißen Tagen. Darum sind wir einfach mal reingesprungen in unsere Freibäder. Und haben dort Menschen getroffen, die ihrer Badeanstalt in besonderer Weise verbunden sind. Heute: Karin Düker im Freibad Großburgwedel.

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Karin Düker ist jeden Tag im Großburgwedeler Freibad und schwimmt ihre Bahnen.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Burgwedel. Allmorgendliches Ritual: „Schwimmen ist wie täglich Zähneputzen“, sagt Karin Düker am Beckenrand. Jeden Tag zieht die Mutter von Burgwedels Bürgermeister Axel Düker genüsslich ihre Bahnen. „Nur wenn ich einen wichtigeren Termin habe, lasse ich das Schwimmen ausfallen“, räumt die 81-Jährige ein.

In der Regel schafft die sehr sportlich wirkende Seniorin ihre 1000-Meter-Distanz. „Hallo Karin“, ruft eine Dame aus dem Becken. Gleich nebenan begrüßt eine weitere Schwimmerin sie freundlich - man kennt sich eben. Es gibt zahlreiche Besucher, die täglich ins kühle Nass springen. „Mittlerweile erkennen wir uns am Schwimmstil und den schönen Badehosen“, scherzt die frühere Wettkampfschwimmerin und lacht.

Bis Ende September ist Badespaß garantiert

Das Freibad Großburgwedel öffnet von Mai bis September montags von 10 bis 20 Uhr, dienstags bis freitags von 6 bis 20 Uhr und am Wochenende sowie feiertags von 8 bis 20 Uhr. Zudem organisiert das Freibadteam regelmäßig Nachtschwimmen – dann ist das Bad bis 24 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 2,50 Euro, für Kinder und Jugendliche 2 Euro. Ermäßigungen gibt es für Besitzer einer Ehrenamtskarte und für Sozialhilfeempfänger. Das 50-Meter-Schwimmbecken ist barrierefrei erreichbar. Ferner verfügt das Bad über eine behindertengerechte Umkleidekabine, Dusche und Toilette. Auch der Zugang zur Wärmehalle ist barrierefrei. Menschen mit einem festgestellten Behinderungsgrad ab 80 Prozent haben freien Eintritt. Tiere sind im Freibad grundsätzlich nicht erlaubt – die einzige Ausnahme bilden Begleithunde.

1973 zog Karin Düker mit Mann und Kindern nach Großburgwedel. Schon zwei Jahre später gehörte sie zu den regelmäßigen Schwimmern im Freibad auf der Ramhorst. Während ihre Kinder Ines und Axel brav auf einer Bank Mohrrüben knabberten, zog die zweifache Mutter ihre Runden.

Später trat sie dem Schwimmverein Burgwedel bei und nahm an Schwimmwettkämpfen teil. 200 Meter Brustschwimmen war ihre Disziplin in der Altersklasse bis 65 Jahre. 62-jährig gewann Düker sogar die Landesmeisterschaft. Drei Jahre später hat sie den Wettkampf schließlich an den Nagel gehängt.

Seitdem schwimmt sie während der Freibadsaison nur noch für sich - und ohne Stoppuhr. Mittlerweile haben auch ihre Enkelinnen Anna und Marja im Freibad an der Straße Auf der Ramhorst schwimmen gelernt. Stolz ist ihre Großmutter auf die Schwimmabzeichen der Mädchen in Silber und Gold.

Karin Düker lobt die Wasserqualität des Bades, das Anfang der Sechzigerjahre gebaut wurde. Zudem schwärmt sie von der gepflegten Anlage, denn für alle sei etwas dabei: Planschbecken für die Kinder, Sprungturm für die Jugendlichen, Sitzterrassen für die Sonnenanbeter. Auch ein Kinderspielplatz, Volleyball- und Schachfeld ergänzen die Freizeitangebote auf dem großzügig angelegten Gelände.

„Ständig ist die Anlage auf den neuesten Stand gebracht worden“, lobt die Seniorin. Deshalb schwimmt sie täglich mit Freude ihre Bahnen - und schaut nicht mehr auf die Uhr.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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