Zusätzlich zur vorhandenen zehn Hektar großen Gewerbeflächenreserve im Norden der Rossmann-Zentrale sollen jetzt westlich davon weitere 5,5 Hektar im Flächennutzungsplan (F-Plan) von Ackerbau- in Gewerbeland umgewandelt werden. Für die öffentliche Auslegung der Unterlagen hat der Planungs- und Hochbauausschuss am Dienstagabend einstimmig votiert.
Vorab hatten in einer frühzeitigen Beteiligung diverse Behörden das Vorhaben bereits abgenickt – die Region Hannover mit einem widersprüchlichen Statement. Einerseits erklärt sie aus Naturschutzsicht, weil die Grünzäsur Richtung Isernhagen H.B. unberührt bleibe, sei die F-Plan-Änderung mit der Regionalen Raumordnung vereinbart. Andererseits verweist die Region auf ihr regionales Logistikflächenkonzept, demzufolge auf derselben Grünfläche Logistikgewerbe angesiedelt werden sollte.
Der Streit darüber zwischen Rat- und Regionshaus ist inzwischen beigelegt. Der Stadt wie auch anderen betroffenen Kommunen sei zugesichert worden, dass bei der Raumordnung nicht gegen ihren Willen geplant werde, sagte Burgwedels Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt gestern auf Anfrage. Umgekehrt habe er den Wirtschaftsförderern der Region deutlich gemacht, dass die Stadt Burgwedel die Ansiedlung von Logistikunternehmen auf ihren autobahnnahen Flächen nicht grundsätzlich ablehne. Der Maßstab seien die damit verbundenen Arbeitsplätze.
Auch Fuhrberg soll nach konkreten Baulandanfragen ein zusätzliches Gewerbegebiet bekommen – insgesamt circa 12 800 Quadratmeter am südwestlichen Ortsrand. Dafür wird parallel der F-Plan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt. Das Areal am Mühlenfelde ist gestaffelt: Zur bestehenden Bebauung hin ist ein 3700 Quadratmeter großes Mischgebiet vorgesehen, in dem auch Betriebseigner wohnen dürfen. Daran schließt sich im Süden ein fast ein Hektar großes reines Gewerbegebiet an.
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