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Streuselkuchen und Buletten für Amerika

Wettmar Streuselkuchen und Buletten für Amerika

Sie hat fast ein Jahr lang das Alltagsleben der Amerikaner mitgelebt - als Mitschülerin an der Albion High School wie auch in ihrer Gastfamilie. Jetzt macht Schülerin Luca Häseler aus Wettmar jungen Leuten Mut, sich ebenfalls für ein PPP-Stipendium zu bewerben.

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Zum Team der der Concord Yellowjackets gehörte auch Luca Häseler. Mit Caren Marks blättert die Schülerin aus Wettmar im Mannschaftsmagazin.

Quelle: Martin Lauber

Wettmar. Albion ist für Luca Häseler nicht irgendein Kleinstädtchen tief in der Provinz von Michigan. Und für die Albion High School ist die 18-Jährige aus Wettmar auch nicht irgendeine deutsche Stipendiatin. Immerhin war die IGS-Schülerin während ihres fast einjährigen Aufenthaltes Teil des Cross-Country-Schulteams geworden, mit dem sie zum Schluss sogar bei den Landesmeisterschaften in Alabama gestartet ist. Und wenn Luca über ihre Gastfamilie und ihre serbische Gastschwester erzählt, dann hat die junge Frau ziemlich nahe am Wasser gebaut.

„Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass Deutsche die Erfahrung machen, dass Amerikaner nicht alle so sind wie Donald Trump“, sagt Caren Marks Die SPD-Bundestagsabgeordnete aus der Wedemark hatte Luca im Rahmen des Parlamentarischen Partnerschaftsprogramms (PPP) von Bundestag und US-Congress auf die Reise geschickt.

Jeweils 350 deutsche und amerikanische Schüler zwischen 15 und 17 Jahren oder Berufstätige zwischen 16 und 24 Jahren erhalten seit 1983 alljährlich ein solches Vollstipendium für einen zehnmonatigen Aufenthalt auf der jeweils anderen Seite des großen Teichs. Nach einer Vorauswahl durch die Partnerschaftsorganisation hatte Marks unter drei Bewerbern zu entscheiden. Englisch-, Politik- und Geschichtskenntnisse, auch die Beweggründe sind Auswahlkriterien. Am Ende zähle aber auch das Bauchgefühl, sagt Marks. Und das hat im Falle von Luca nicht getrogen.

Nach dem Erfahrungsbericht, den die Schülerin aus Wettmar ihr jetzt schriftlich übermittelt hat, sei Luca ein „Volltreffer“. Warum? PPP-Stipendiaten sollen in Amerika auch Botschafter sein, sagt die Politikerin. Luca hatte das beherzigt, an der Albion High School Vorträge über ihr Heimatland gehalten und sogar zur Verkostung deutscher Spezialitäten wie Streuselkuchen und Buletten eingeladen. Wenn das kein Kulturtransfer ist! Zumal sie auch im Schultheater mitgespielt und nebenbei Klarinette gelernt hat.

Dass jeder Schultag mit dem Eid auf die Fahne begann, damit hatte die Schülerin kein Problem, eher schon damit, dass der Unterricht arg frontal gehalten wurde und mündliche Beteiligung eher eine untergeordnete Rolle spielte. Unter dem Strich bleibt: „Ich kann jedem diese einzigartige Erfahrung nur nahelegen. Es bringt viel fürs ganze Leben“, empfiehlt Luca. „Ich bin dabei gewachsen.“

Bewerbungen für das 35. PPP im Schuljahr 2018/2019 sind möglich ab Mai, Bewerbungsschluss ist im September. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.bundestag.de/ppp. Interessierte Gastfamilien können sich unter office@partnership.de melden.

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