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Warme Worte für die Polizei

Burgwedel Warme Worte für die Polizei

Wenn Abgeordnete Einrichtungen in ihrem Wahlkreis besuchen, dann ist selten Konkretes zu erwarten. Die Politiker suchen vielmehr den Schulterschluss, verteilen Lob und Anerkennung. Der SPD-Landtagsabgeordnete Marco Brunotte bildete da keine Ausnahme.

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Die SPD in Person des Burgwedeler Parteichefs Hans-Joachim Rödiger (von links), des Landtagsabgeordneten Marco Brunotte, des Burgwedeler Bürgermeisters Axel Düker und des Regionsabgeordneten Andreas Strauch sprechen mit Kommissariatsleiter Günter Heller und dem Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Frank Bührmann.

Quelle: Frank Walter

Großburgwedel. Ein wichtiges Thema sei die innere Sicherheit, und die Polizei mache vor Ort einen guten Job, verteilte Brunotte jetzt im Kommissariat in Großburgwedel warme Worte. Trotz der wichtigen technischen Ausstattung komme es vor allem aufs Personal an, und da habe die Landesregierung mit 150 zusätzlichen Polizei-Anwärterstellen gerade nachgebessert, verkündete der Langenhagener Abgeordnete stolz. Allerdings wird es drei Jahre dauern, bis die Anwärter als Polizisten ihren Dienst antreten werden, und bei 94 Polizeikommissariaten in Niedersachsen relativiert sich die Zahl der 150 zusätzlichen Beamten dann doch ein wenig.

An der guten Zusammenarbeit in Großburgwedel ändert das nichts. Durch die Flüchtlingsarbeit stehe man intensiv im Kontakt, betonte Bürgermeister Axel Düker. "Das läuft wie ein Uhrwerk." Die rund 560 in Burgwedel untergebrachten Flüchtlinge gelten aus polizeilicher Sicht als relativ unauffällig, wie Kommissariatsleiters Günter Heller unterstrich. Gerade in den sozialen Netzwerken werde vieles übertrieben. "Wenn die Bürger Informationsbedarf haben, sollten sie einfach mal bei uns nachfragen", so Heller. Wenn bei Facebook und Co. angebliche Straftaten geschildert würden, dann prüfe die Polizei das nach. "Wir gehen offen damit um und blocken nichts ab", so der Polizeichef.

Die künftigen Großunterkünfte beispielsweise in Fuhrberg und Altwarmbüchen stellen die Polizei vor eine neue Situation. Frank Bührmann, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, sieht aber auch durchaus Vorteile. Geplant sei, dass dort anders als in den Unterkünften für 30 oder 50 Personen rund um die Uhr Betreuungs- und Sicherheitspersonal vor Ort sein werde. Dies könne helfen, bei Problemen schnell zu einer richtigen Lageeinschätzung zu kommen - egal, ob diese interner Natur oder von außen verursacht seien.

Mit Sorge sieht die Polizei in Großburgwedel die hohe Zahl der Wohnungseinbrüche in ihrem Zuständigkeitsbereich. Oft habe das Eindringen in die Privatsphäre auch psychische Probleme bei den Bewohnern zur Folge. "Wenn das Haus gesichert ist, bleibt es aber oft beim Versuch", so Heller. Um für die Einbruchsprävention zu werben, plant die Polizei für Mai eine große Infoveranstaltung im Amtshof.

Von Frank Walter

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