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Metalldornen im Waldweg

Burgwedel Metalldornen im Waldweg

Ein Nagelbrett quer über den Waldweg als gefährlicher Hinterhalt: Darauf hat sich im Sprillgehege eine Mountainbikerin aus Bissendorf beide Reifen platt gefahren. Doch höchstwahrscheinlich galten die Metalldornen den Motocrossfahrern, die seit Jahren im Forst Unruhe stiften. Die Polizei ermittelt.

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Stahlspitzen ragen aus einem massiven, dunkel-rotbraun  angestrichenen Holzbrett - das ist die Nagelfalle.

Quelle: privat

Burgwedel. „Paff-paff“: Birgit Luck beschreibt so das Geräusch beim Überfahren der sieben bis acht Zentimeter langen Metallspitzen, als sie am Sonntag kurz nach 11 Uhr im Sprillgehege-Staatsforst etwa anderthalb Kilometer nordöstlich des Würmsees unterwegs war. Beide Reifen waren kaputt, doch war das nicht ihre Hauptsorge. „Fußgänger mit normalen Turnschuhen hätten sich diese spitzen Nägel glatt durch den Fuß getreten.“ Deshalb versuchte sie, das gefährliche Nagelbrett zu entfernen. Die robust gebaute Schikane sei allerdings mit Schlossschrauben an etwas Hölzernem im Untergrund fixiert gewesen.

Bevor die Bissendorferin ihr Rad Richtung Würmseestraße schob, umwickelte sie die Spitzen zur Warnung für andere auffällig mit blauem Kunststoffband, das sie in der Nähe fand. Als sie keine Stunde später mit einem Polizeibeamten zurück am Tatort war, gab es von der Nagelfalle nur noch einen Abdruck quer über den Weg - und eine frische Reifenspur, wahrscheinlich von einem Geländemotorrad, berichtet Luck.

Die Polizei in Großburgwedel ermittelt jetzt wegen Sachbeschädigung. Hinweise nimmt das Kommissariat Großburgwedel unter Telefon (0 51 39) 99 10 entgegen. Einen Verdacht möchten weder der Ermittlungsdienst noch die für den Bereich zuständigen beiden Förster äußern. Der Hintergrund des Nagelbrett-Anschlags steht allerdings für alle drei außer Frage.

„Wir haben seit Jahren Ärger mit Motocrossfahrern“, sagt Helmut Andrick vom Staatlichen Forstamt Fuhrberg. Barrieren nutzten nichts: „Die fahren auch querfeldein. Wir können nichts machen, denn die haben immer die Kennzeichen abgeschraubt.“ Außer dem Sprillgehege seien auch das Tiefe Bruch und der Fuhrenkamp betroffen. Auch Christian Oehlschläger, zuständig für den Privatwald, kennt das Problem mit dem Motorradlärm im Wald. Beim Schweizerhaus hat er kürzlich einen Weg mit Ästen und Flatterband blockiert - eher symbolisch.

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