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Mildes Urteil für Drogenbesitz

Burgwedel/Wedemark Mildes Urteil für Drogenbesitz

Das Amtsgericht Burgwedel hat einen 19-Jährigen jetzt wegen Drogenbesitzes verurteilt. Dem zweiten Angeklagten, einem 17-Jährigen, war der Vorwurf des Drogenhandels nicht nachzuweisen.

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Das Amtsgericht Burgwedel hat einen 19-Jährigen verurteilt.

Quelle: Archiv

Burgwedel. Die beiden hatten sich zusammen mit zwei weiteren jungen Männern im Mai 2015 in der Nähe der Jugendhalle Mellendorf aufgehalten und waren von der Polizei überprüft worden. Die Polizisten hatten hinter einer Sitzbank einen Beutel mit rund 16 Gramm Marihuana entdeckt. Der heute 19 Jahre alte Angeklagte hatte zugegeben, dass ihm der Beutel gehörte - und den damals 17-Jährigen bei der Polizei beschuldigt, ihm die Drogen verkauft zu haben.

Der Jüngere bestritt vor Gericht vehement diese Anschuldigungen. Angeblich habe er nur ein paar Mal kostenlos am Joint des Älteren gezogen. Die Richterin und der Staatsanwalt äußerten aber Zweifel, da ihnen nicht klar war, warum der 19-Jährige über seine Cannabis-Quelle lügen sollte.

Dieser blieb bei seinen Angaben, lieferte auch noch Details: Der Jüngere habe von einem Dritten für insgesamt 180 Euro 25 Gramm Cannabis gekauft, einen Teil auch für ihn.

Die beiden damals mitkontrollierten jungen Männer konnten als Zeugen wenig Erhellendes beitragen: Sie hatten beobachtet, wie der 19-Jährige einen Cannabis-Beutel wegwarf, als die Polizei sich näherte, wüssten angeblich aber nicht, von wem dieser die Drogen gekauft habe.

Letztlich konnte das Gericht dem 17-Jährigen den angeblichen Drogenhandel nicht zweifelsfrei nachweisen und sprach ihn frei. Der 19-Jährige muss wegen Drogenbesitzes an vier Tagen gemeinnützige Arbeit verrichten.

Von Imke Koch

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