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Auf 99 IGS-Kinder wartet frische Farbe

Burgwedel Auf 99 IGS-Kinder wartet frische Farbe

99 Kinder zählt der erste Jahrgang an Burgwedels jüngster Schule, die am Freitag mit vier fünften Klassen im Schulzentrum startet. Nicht nur das Gebäude teilt die neue Integrierte Gesamtschule (IGS) sich mit der Oberschule, sondern bis auf weiteres auch die Leitung. Für Rektorin Renate Koch ist es schon die vierte Schulform seit 1998.

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Ausgeschrieben sind die Chefposten noch nicht. Renate Koch und Marco Schinze-Gerber leiten die neue IGS Burgwedel kommissarisch.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. IGS-Logo und -Schriftzug werden am Freitag über dem Eingang noch fehlen. Aber einiges hat der Schulträger in den letzten Monaten getan, damit es sich am 5. August doch nach einem echten Neuanfang anfühlt.

Frisch angestrichene, mit neuen Whiteboards bestückte Klassenzimmer, jedes mit eigenem Gruppenraum, warten auf die ersten IGS-Schüler. Einer der Räume ist schalltechnisch so ausgelegt, dass Kinder mit Hörbehinderung unterrichtet werden können. Der anfangs noch kleine Gesamtschulbereich verfügt über eine "Lehrerstation" vor Ort. Insgesamt werden 15 Pädagogen die Gesamtschüler unterrichten, ein gutes Drittel davon – abgeordnet von der Oberschule (OBS) – nur stundenweise.

Diesen Montag hat die IGS-Planungsgruppe zum letzten Mal getagt und sich von ihren externen Mitstreitern verabschiedet. "Das war eine gute Sache. Wir haben sehr effektiv und konstruktiv gearbeitet", bilanziert Koch, der nun Marco Schinze-Gerber als kommissarischer didaktischer Leiter der IGS zur Seite steht. Das neue Kollegium sei hoch motiviert und freue sich auf die „wunderbare Aufgabe“, mit Kindern aller Begabungen die Möglichkeiten der neuen Schulform auszuloten.

Alles ist vorbereitet – nicht nur die Stundenpläne, der ganze Jahresarbeitsplan steht. Bis zu den Herbstferien bekommen die IGS-Kinder erst einmal Zeit für die Entscheidung über ihr Wunschprofil. Derweil gilt es auch für die Lehrer, sich in IGS-Spezifika einzuarbeiten wie etwa die Lernentwicklungsberichte, die die herkömmlichen Zeugnisse ablösen werden.

Neuland ist das auch für Renate Koch, die sowohl kommissarische Leiterin der IGS wie auch reguläre Rektorin der OBS ist. Beides sind und bleiben, wenn auch unter einem Dach, eigenständige Schulen mit eigenen Kollegien und eigenen Gremien wie Schulvorstand oder Gesamtkonferenz. Erst im Jahr 2021, wenn die letzten Absolventen der Oberschule entlassen werden, wird es mit diesem Nebeneinander vorbei sein. Bereits im Sommer 2017 geht der letzte Jahrgang von Haupt- und Realschule, aus deren Fusion die Oberschule vor vier Jahren hervor gegangen war.

Sich verändernde Schulstrukturen und Kollegien, die integriert werden müssen, das ist für Renate Koch nichts Neues. Als sie 1998 die Leitung der Realschule Burgwedel übernahm, hatte diese nur aus den Jahrgängen 7 bis 10 bestanden. Nach dem Aus für die Orientierungsstufe kamen 2004 die Klassenstufen 5 und 6 dazu. Dann folgte die Offene Ganztagsschule mit Nachmittagsangeboten in Zusammenarbeit mit der Jugendpflege. Auch die 2012 unter Kochs Leitung gegründete Oberschule wird wohl bis zu ihrer Abwicklung im Wandel bleiben. In diesem Schuljahr kommt ein berufsorientierender Schwerpunkt dazu und eine Differenzierung der Lernniveaus in den Naturwissenschaften ab Klasse 9. Und für eine zweite Sprachlernklasse werden just die Arbeitsverträge unterschrieben.

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