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Möbelhaus-Spende hilft Flüchtlingen

Burgwedel Möbelhaus-Spende hilft Flüchtlingen

Für wohnlichere Lebensverhältnisse in Flüchtlingsunterkünften hat das Großburgwedeler Einrichtungshaus Ikea erneut Möbel im Wert von 20.000 Euro gespendet. Profitieren werden diesmal Zufluchtsuchende in Langenhagen und im Oststadt-Krankenhaus.

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Thomas Meyer vom DRK Hannover und Ikea-Mitarbeiter Bedri Özdemir begutachten Kindersessel, die für das Oststadt-Krankenhaus bestimmt sind.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel/Langenhagen. "Das hatten wir noch nie", sagt Doris Lange. Die Leiterin des Sozialberatungsdienstes der Stadt Langenhagen steht in Großburgwedel auf der Ikea-Laderampe inmitten einer Halde von Kartons, in denen fabrikneu verpackt ist, was in Kürze einem Teil der rund 700 in Langenhagen untergebrachten Flüchtlingen das Leben erleichtern soll.

Ware für einen Verkaufswert von 10 000 Euro dürfen sie und Mitarbeiter der Jugendpflege auf den Miet-LkW laden – unter anderem Sofas, Sessel, Bänke und Tische, Spiegel und Kommoden, Beistelltische, vier Dutzend Deckenfluter für ein angenehmeres Licht in den Gemeinschaftsräumen, Kinderschreibtische, -teppiche und -spielzelte – bis hin zu Zahnputzgarnituren.
Für die neuen Wohncontainer an der Leibnizstraße, aber auch in einigen der 60 dezentral übers Langenhagener Stadtgebiet verteilten Flüchtlingswohnungen seien die Sachen bestimmt, sagt Lange. Die Kommune selbst könne sie nur mit dem Nötigsten ausstatten und sei beim Rest auf Spenden angewiesen. "Davon ist längst nicht alles gut. Wirklich toll, dass die Leute jetzt neue Sachen bekommen."

Es ist die zweite große Spende für Flüchtlinge des schwedischen Einrichtungshauses, nachdem vergangenen Oktober in Burgwedeler Unterkünften und Wohnungen der Standard verbessert wurde – damals mit Möbeln im Wert von 15 000 Euro. „Bei uns gibt es viele Kolleginnen und Kollegen, die sich für Flüchtlinge engagieren und gemeinsam mit Ikea deren Alltagssituation, vor allem die der Kinder, verbessern wollen“, sagt Bedri Özdemir.

Erneut ist es der Großburgwedeler, der mit zwölf Jahren samt Eltern selbst aus der Türkei geflohen war, heute im Einrichtungshaus beschäftigt ist und im Burgwedeler Rat mitarbeitet, der die Hilfsaktion organisiert hat.

Von dieser profitieren in gleichem Umfang auch die Bewohner des Oststadtkrankenhauses in Hannover. Dort leben circa 700 Menschen – alleinstehende Männer wie auch Familien – aus 33 Ländern. Als Özdemir Kontakt aufnahm, um vor Ort den konkreten Bedarf zu eroieren, „dachten die, ich mache Scherze“, berichtet er. Aber natürlich rannte er offene Türen ein beim DRK Hannover, das die Einrichtung betreut und sie dank der Spenden jetzt wohnlicher gestalten kann.

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