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21 Hühner und 11 Kilo Reis für die Helfer

Großburgwedel 21 Hühner und 11 Kilo Reis für die Helfer

Nichts gegen Grillwürste – aber so etwas kann ja jeder. Stundenlange Vorbereitungszeit braucht es dagegen, wenn das Kochteam der Regions-Feuerwehr-Bereitschaft V die Helfer bei der Müllsammelaktion in Großburgwedel bekocht wie am Sonnabend.

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Für 140 hungrige Gäste stehen Rainer Siems (von links), Burkhard Klotzke und Thomas Krauthoff im Feuerwehrgerätehaus an den Töpfen.

Quelle: Kallenbach

Großburgwedel. Hühnerfrikassee gibt es, weil auch viele Flüchtlinge beim Müllsammeln mitmachen; so verzichten die Köche auf Schweinefleisch. Wer mittags im Feuerwehrgerätehaus eintrifft, hat Hunger, aber die Vorarbeiten des Küchentrupps hinter den Kulissen nicht miterlebt: Im Großmarkt sind bereits am Freitag elf Kilogramm Reis, 21 Hühner, Brühe und Gemüse eingekauft worden. Das Geflügel wurde am Freitagabend gekocht und blieb in der Brühe liegen.

Ab 9 Uhr am Müllsammel-Sonnabend nehmen die Feuerwehrmänner und Köche Rainer Siems, Thomas Krauthoff und Burkhard Klotzke gemeinsam mit Helfern die Poularden auseinander, schneiden das Fleisch, die Champignons und Zwiebeln und setzen im Elektro-Großkochtopf das finale, feine Frikassee an. Um 13 Uhr ist Tischzeit im Feuerwehrhaus am Mühlenbruchdamm. Den Part des Müllsammelns vorher hatte der Ortsrat organisiert.

Der Küchentruppe – offiziell: Versorgungsgruppe – der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel gehören derzeit zehn Mitglieder an. „Wir kochen auch bei Bereitschaftsübungen, und 2003 und 2013 haben wir bei Hochwassereinsätzen in Dannenberg mitgewirkt“, berichtet Krauthoff. Während diesmal im Feuerwehrhaus gekocht wird – „bequemer“ nach Meinung der Aktiven – ist sonst bei Einsätzen im Rahmen der Regions-Feuerwehr-Bereitschaft V die rot lackierte Feldküche das Kernstück der Versorgungspflichten außerhalb. „Damit sind wir mobil. Die wird hinter einen Lastwagen gehängt und vor Ort in ein Küchenzelt gestellt“, verdeutlicht Klotzke als „Küchenleiter Technik“. Eine solche Feldküchen-Einheit gebe es in allen fünf Regionsbereitschaften. Intern sei die Küchenmannschaft der Fünften eben auch in der Feuerwehr Großburgwedel im Einsatz.

Diese Feldküche jedenfalls, 1998 vom Bund übernommen, wird zurzeit technisch überholt. Um in der Waschhalle des Feuerwehrhauses wie am Sonnabend Speisen zuzubereiten, sind weitere Arbeiten vorgeschrieben, die noch nicht erwähnt sind. „Nach den Hygienevorschriften müssen wir die Fliesenwände vorher mit Heißwasser reinigen“, berichtet Klotzke. Auch feuerwehrinterne Dienstveranstaltungen unterlägen den Vorschriften der Gewerbeaufsicht wie die Arbeit von Cateringbetrieben und Schlachtern. Wobei, das betont Klotzke ausdrücklich, die Feuerwehrküche ganz sicher keine Konkurrenz zu Gewerbebetrieben darstelle.

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