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Verfolgungsjagd hat juristisches Nachspiel

Polizeieinsatz in Burgwedel Verfolgungsjagd hat juristisches Nachspiel

Die Verfolgungsjagd, die nach einem mutmaßlichen Schuss auf ein vorbeifahrendes Auto am Montagabend in Burgwedel endete, wird ein juristisches Nachspiel für beide Seiten haben. Gegen einen 17-Jährigen ermittelt die Polizei wegen Bedrohung, gegen die Verfolger wegen Nötigung im Straßenverkehr.

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Die Verfolgungsjagd endete am Ortsschild von Engensen.

Quelle: Dieter Siedersleben

Burgwedel. Wild-West an der Kreisgrenze: Nach der mutmaßlichen Abgabe eines Schusses, der sich bei späteren Ermittlungen aber nicht bestätigte, hängte sich der 21-jährige Focus-Fahrer aus Wathlingen an die Stoßstange des grünen Mercedes mit H-Kennzeichen, in dem außer der 19-jährigen Fahrerin aus Burgwedel drei junge Männer gesessesen haben sollen – zwei von ihnen aus Wathlingen. Offenbar kannten sich die Beteiligten in beiden Autos: Von „rivalisierenden Fahrzeuginsassen" berichtete am Dienstag die Polizeiinspektion Celle, die sich mit zwei Streifenwagen an der Verfolgung beteiligt und dabei Unterstützung erhalten hatte von zwei weiteren Streifenwagen aus Großburgwedel sowie einem fünften aus Burgdorf.

Gegen 20.40 Uhr gelang es dem Focus-Fahrer gemeinsam mit einem befreundeten 22-jährigen Audi-Fahrer, den er ebenfalls per Handy verständigt hatte, den Mercedes auf der Kreisstraße 117 auszubremsen. Die Verfolgungsjagd endete kurz vor dem Engenser Ortsschild – Augenblicke später war auch die Polizei vor Ort. „Angespannte Atmosphäre" habe geherrscht, berichtete ein Augenzeuge.

Aus einem Auto soll im Bereich von Nienhagen (Kreis Celle) auf einen fahrenden Ford Focus geschossen worden sein. Das Auto des mutmaßlichen Schützen wurde im Burgwedeler Stadtgebiet nach einer Verfolgungsjagd gestoppt.

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Einer der beiden 17-jährigen Insassen in dem Mercedes wurde vor Ort als derjenige wieder erkannt, der von der Rücksitzbank aus mit der Waffe gedroht haben soll. Bei der Durchsuchung des Wagens wurde allerdings keine Waffe gefunden. Auch keiner der Mitfahrer wollte etwas von einer Waffe wissen. Allerdings ergab die Befragung, dass sich noch ein Verwandter der Autofahrerin im Fahrzeug befunden haben soll, der zwischenzeitlich aber ausgestiegen sei. Dieser könnte theoretisch die Waffe „entsorgt" haben.

Die Hintergründe zu dem Geschehen sowie zur Waffe sind noch völlig unklar. Die Polizei Celle hat ein Ermittlungsverfahren gegen den wiedererkannten 17-Jährigen wegen Bedrohung eingeleitet. Die Mercedes-Fahrerin erstattete im Gegenzug Anzeige gegen den Ford- und gegen den Audifahrer – wegen Nötigung im Straßenverkehr.

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