Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Nabu hat sich um Isernhagen intensiv bemüht

Burgwedel/Isernhagen Nabu hat sich um Isernhagen intensiv bemüht

Die Ortsgruppe Burgwedel und Isernhagen des Naturschutzbundes hat seit Jahren rund 700 Mitglieder, die nun auch paritätisch auf beide Orte verteilt sind.

Voriger Artikel
Ärger um die letzte Ruhestätte
Nächster Artikel
Enkel jagt auf Opas Spuren

Das Bild zeigt einen Arbeitseinsatz im Trunnenmoor.

Quelle: Archiv

Burgwedel. Beim Nabu wird am Sonnabend - wie stets Ende Januar - in die Hände gespuckt: Nicht das Bruttosozialprodukt soll gesteigert werden, sondern auf vereinseigenen Flächen wird gefällt und entkusselt, damit wertvolle Biotope wie Trunnenmoor und Papenwiese im Norden Burgwedels Lebensraum für Sonnentau, Sumpfschwertlilie und Kranich bleiben. Dazu brauchen die Naturschützer die Unterstützung möglichst vieler Ehrenamtlicher. Nicht selten freunden sich die freiwilligen Helfer dabei mit dem Hobby Naturschutz an - und mit dem Nabu selbst.

Mehr als die Arbeitseinsätze besitzen aber Nabu-Klassiker wie der alljährliche vogelkundliche Spaziergang, die Exkursionen und Führungen sowie die Vorträge zu immer neuen Zielen und Themen echte Klebeeffekte. Diese sind verantwortlich dafür, dass die Mitgliederzahl der Ortsgruppe Burgwedel und Isernhagen seit Jahren bei knapp 700 stabil bleibt. 30 bis 50 Abgängen pro Jahr stehen ebenso viele Zugänge gegenüber. Der Altersdurchschnitt ist mit aktuell 53 Jahren sogar leicht gesunken. Damit die vielfältigen Pflegeeinsätze nicht immer an denselben Ehrenamtlichen hängen bleiben, ist das eine gute Entwicklung. Vergeben wird die Arbeit stets bei den öffentlichen Vorstandssitzungen jeden ersten Montag im Monat in der Seniorenbegegnungsstätte in Großburgwedel.

Neu ist, dass die Isernhagener in der Ortsgruppe mittlerweile fast die Hälfte aller Mitglieder stellen. Burgwedel war vor 45 Jahren die Keimzelle des Nabu-Vorgängers Deutscher Bund für Vogelschutz gewesen. „Um die Isernhagener haben wir uns erst in den vergangenen Jahren intensiver gekümmert“, räumt Nabu-Chef Christian Dulce ein. Beim Moorfest in Altwarmbüchen zeige der Verein regelmäßig Flagge, rücke seit fünf Jahren dem Bärenklau im Isernhagener Wiesenbachtal tatkräftig zu Leibe. Der Nabu pflegt mittlerweile ebenfalls in diesem Naturparadies drei eigene Grundstücke und hat dort 2014 auch einen Teich angelegt. Schließlich kommt er seinen Isernhagener Mitgliedern seit zwei Jahren mit Veranstaltungen in der Begegnungsstätte in F.B. entgegen.

Dass die 20 Termine im Programm fürs erste Halbjahr 2016 einen klaren Burgwedel-Schwerpunkt haben, sei eher Zufall, sagt Dulce, der bei der Jahresversammlung am 18. März für eine dritte Amtszeit kandidieren will. „Wir suchen dringend Mitglieder, die den Verein aktiv mitgestalten wollen, auch im Vorstand.“ Bei den Führungsaufgaben ist Isernhagen noch deutlich unterrepräsentiert.

Alle Termine gibt es im Internet auf nabu-burgwedel.de.

Von Martin Lauber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten