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Logistiker Fiege bringt Hunderte Jobs mit

Großburgwedel Logistiker Fiege bringt Hunderte Jobs mit

40.000 Quadratmeter Hallenfläche, 4000 Quadratmeter Büros und Sozialräume im Obergeschoss, 50 LkW-Ports in langer Reihe und innen jede Menge Technik: Logistik-Dienstleister Fiege hat am Donnerstag seine Neubaupläne für Großburgwedel präsentiert.

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16 Meter hoch wird der Gebäudekomplex der Firma Fiege nördlich von Rossmann.

Quelle: Fiege

Großburgwedel. Nur eine Ampel bis zur Autobahn A 7: Das war laut Jan Dünzelmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Fiege, eins der schlagenden Argumente für den 1-A-Standort nördlich der Rossmann-Zentrale: "Das wird ein wichtiger Punkt in unserem Netzwerk sein", sagt er voraus. Für die beiden bestehenden Niederlassungen in der Region Hannover in Langenhagen und Lehrte werde Großburgwedel zentrale Funktionen übernehmen.

Unter 18 Bewerbern für das 75 000 Quadratmeter große Gewerbegrundstück hatte die Stadt sich nach anderthalbjähriger Sondierung für den Logistik-Spezialisten aus Greven in Westfalen entschieden – insbesondere weil Hunderte Arbeitsplätze entstehen sollen. Michael Kranz von der Wirtschaftsförderung der Region Hannover sieht nicht nur für den "problematischen Teil des Arbeitsmarktes" ein hohes Beschäftigungspotenzial, sondern auch für das lokale Handwerk.

Schon kommenden Montag beginnt die Verkehrserschließung, bis April will die Stadt die Straße bis zum Fiege-Areal fertiggestellt haben. Nach nur sieben Monaten Bauzeit will die Firma dann im vierten Quartal 2017 loslegen – mit wie vielen Mitarbeitern genau – minimal 200, maximal 400 – das hängt laut Dünzelmann davon ab, welche Leistungen im neuen "Multi-Mandaten-Logistikzentrum" abgewickelt werden. Personalintensiv sind Mehrwertleistungen (Valued Added Services) wie Qualitätskontrolle, Hotline oder Retourenmanagement und insbesondere der Online-Handel.

An 150 Standorten bundesweit hat das anno 1873 gegründete Familien-geführte Unternehmen mit 10 500 Mitarbeitern im vergangenen Jahr 1,4 Milliarden Euro umgesetzt. Nicht mit Lastwagen - das Transportgeschäft ist weitgehend fremd vergeben - werde das Geld verdient, sondern mit Gabelstaplern, Technik und auf die Kunden zugeschnittenen Logistikpaketen - ob in der Mode-, Pharma- oder Reifenbranche, ob mit schnell drehenden Konsumgütern oder sogar in Krankenhäusern.

Am neuen Standort sollen auch neue Kunden hinzu gewonnen werden. „Absolut möglich, dass es zur Zusammenarbeit kommt“, sagt zum Beispiel Michael Rybak, Logistikchef beim Grundstücksnachbarn Rossmann.

Auf rund 120 LkW-Bewegungen täglich schätzt Dünzelmann das Transportaufkommen für die neue Niederlassung. Um Konflikte zu vermeiden, würden für Liefer- und Mitarbeiterverkehr Stellplätze auf dem Firmengelände geschaffen. Die Stadt stehe wegen einer eigenen Haltestelle bereits mit RegioBus in Verbindung, berichtet Bürgermeister Axel Düker.

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Jan Dünzelmann (rechts) von der Fiege-Geschäftsleitung hat eine Präsentation mit ins Burgwedeler Rathaus gebraucht. Wie es in bestehenden Logistikzentren von Fiege aussieht, flimmert über die Mattscheibe im Dienstzimmer von Bürgermeister Axel Düker.

Quelle: Martin Lauber
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