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Nachfrage nach Brennholz ist groß

Großburgwedel Nachfrage nach Brennholz ist groß

Der Winter kommt bestimmt. Die Besitzer von Kaminöfen decken sich deshalb jetzt wieder mit Brennholz ein. „Viele Stammkunden rufen derzeit an und wollen Holz bestellen, wenn auch erst für Januar oder Februar“, sagt der Burgwedeler Bezirksförster Christian Oehlschläger.

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Bezirksförster Christian Oehlschläger markiert Birkenstämme für den Brennholzverkauf.

Quelle: Frank Walter

Burgwedel. Die Nachfrage zieht an. „Viele Stammkunden rufen derzeit an und wollen Holz bestellen, wenn auch erst für Januar oder Februar“, sagt Christian Oehlschläger. Zwar verkauft der Burgwedeler Bezirksförster das ganze Jahr über Holz. Aber mit dem auch gefühlt erfolgten Herbstbeginn decken sich viele jetzt mit Holz ein, um damit in der bevorstehenden kalten Jahreszeit ihren heimischen Kamin zu befeuern.

Der Klassiker dabei ist die Birke. „Birke ist der Renner. Sie brennt lange und hat eine gute Flamme. Nadelholz wird nicht so gern genommen“, berichtet Oehlschläger. In den von ihm bewirtschafteten Wäldern liegen derzeit viele Birkenstämme auf großen Haufen zur Lagerung - und warten auf die Abholung durch die Kunden. Die Mindestabnahme liegt bei drei Raummetern, pro Raummeter kostet Birkenholz 30 Euro.

Wer Burgwedeler Holz kaufen möchte, kann dies auch im Holz-Energiezentrum Stöcken erledigen. Betreiber sind die Stadtwerke Hannover, denen 2000 Hektar Wald im Fuhrberger Feld gehören.Seit 1994 beheizen die Stadtwerke das Wasserwerk Fuhrberg mit eigenem Holz. „Wir produzieren derzeit auf Hochtouren, müssen schon an unseren 600 Kubikmeter Holz umfassenden Vorrat gehen“, sagt Günter Schröder, Leiter des Holz-Energiezentrums, mit Blick auf die große Nachfrage.

In Stöcken wird fast ausschließlich Buche angeboten, die außer aus Fuhrberg auch aus dem Deister stammt. „Mit der Abwärme des Kraftwerkes trocknen wir das Holz eine Woche lang bei 130 Grad und zerkleinern es in Scheite. Die Kunden können es mit nach Hause nehmen und sofort nutzen“, sagt Schröder. Weil das Holz bereits so behandelt ist, kostet es mit 75 Euro pro Schüttraum-Meter auch etwas mehr. Ähnliche Preise nehmen auch andere Holzhändler.

Zuletzt ist die Nachfrage für Brennholz enorm gestiegen. „Die Anzahl der Öfen hat sich erhöht. Laut Statistik stieg in den vergangenen zehn Jahren der Holzverbrauch für energetische Zwecke um 100 Prozent“, sagt Schröder. Eine Rückkehr zu Naturprodukten erkennt auch Oehlschläger. „Die Zentralheizung leistet weiter die Hauptarbeit. Aber die Leute wollen Holz und Flamme, um es sich gemütlich zu machen.“

Das muss man noch wissen

Zunächst ist der richtige Umgang mit dem Brennstoff wichtig. „Das Holz muss trocken gelagert werden. Das kann auch auf der Terrasse sein, nur eben mit einem Schutz vor Regen und mit etwas Windzug. In geschlossenen Räumen fängt das Holz Schimmel“, sagt Bezirksschornsteinfeger Helmut Bode. Ein Feuchtigkeitsanteil von 20 bis 25 Prozent sei normal und lasse das Holz prima brennen, sagt Bode. Damit die Atmosphäre des im Kamin knisternden Holzes ungetrübt bleibt, sollten die Nutzer Verhaltensregeln einhalten. „Gardinen oder Sessel dürfen nicht in der Nähe sein, außerdem muss sich eine 30 mal 50 Zentimeter große Glasplatte zwischen Kamin und Fußboden befinden.“ Vorsicht ist auch geboten, wenn in Nahdistanz eine eingeschaltete Küchen-Ablufthaube ihren Dienst verrichtet. „Bei Umluft ist das kein Problem. Aber die Ablufthauben wirken wie ein Vakuum, ziehen den Rauch des Kamins ins Haus hinein. Das kann lebensgefährlich sein“, warnt Bode.

Von Stephan Hartung

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