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Neue Freiheit für die Radfahrer

Großburgwedel Neue Freiheit für die Radfahrer

Freie Wahl, ob sie auf dem Gehweg oder auf der Straße fahren wollen, haben Radler in Großburgwedel jetzt auch entlang der Ost-West-Magistrale. Die entsprechenden Schilder sollten eigentlich schon seit 2013 aufgestellt sein.

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Peter Dudeck vom Bauhof stellt die neuen Schilder an der Ortsdurchfahrt zwischen Café Vatter und Ikea auf.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Oben Fußgänger, darunter ein Fahrrad: Zwischen Café Vatter und Ikea sind diese Schilder, die Radfahrer auf den kombinierten Fuß- und Radweg zwangen, jetzt ersetzt worden durch gleichfalls blaue Fußwegschilder mit einer kleinen weißen „Radfahrer-frei“-Tafel darunter. Diese Kombination signalisiert, dass Radler nun beide Optionen haben: entweder die Straße oder den Gehweg.

Ältere wählten eher das Hochbord, wer es eilig habe, die Landesstraße - so schätzt es Harald Rietz aus dem städtischen Bauamt ein. Tatsächlich geht es aber um Rechtssicherheit: Die Verkehrsbehörde der Region hatte die Neubeschilderung vor zwei Jahren vor dem Hintergrund eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) angeordnet. Danach darf die Benutzung eines Radwegs nur noch angeordnet werden, wenn eine konkrete Gefahrenlage besteht. Für 35 innerörtliche Radwegabschnitte in Burgwedel stellte ein Gutachter die Benutzungspflicht 2013 zur Disposition, eine Kommission aus Polizei, Stadt und Region folgte seiner Empfehlung in 28 Punkten. Aber nicht überall: Zwischen Burgdorfer Straße und Schulzentrum, einem Schulweg, blieb die Hannoversche Straße für Radler tabu, ebenso die stark frequentierte Ortsdurchfahrt in Fuhrberg.

Steffen Timmann, Vorsitzender des Radfahrerclubs ADFC, begrüßt die neue Freiheit zwischen Vatter und Ikea. Es sei gut, dass insbesondere die verpflichtenden Radwege auf der linken Straßenseite verschwunden seien und mit ihnen Zwangspunkte, an denen Radfahrer bisher die Fahrbahn kreuzen mussten. Ganz abgearbeitet habe die Stadt das BVG-Urteil aber noch nicht: Bissendorfer und Bahnhofstraße in Großburgwedel stehen laut Timmann noch aus.

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