Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Verkehr beruhigt, Anlieger aufgeregt

Burgwedel Verkehr beruhigt, Anlieger aufgeregt

Wie schwer es ist, es allen Recht zu machen, erlebt Burgwedels Stadtverwaltung zurzeit in Thönse. Die Straße An der Miere – alter Häuserbestand im Süden, Neubauten im Norden und dazwischen alles höhengleich gepflastert – ist seit Montag mit großen blauen Schildern als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen.

Voriger Artikel
Sieben Malerinnen bitten in ihr "Schlösschen"
Nächster Artikel
Alle einig: Zweite Amtszeit für Concilio

Ortsbürgermeister Heinz Theo Rockahr: „Der Ortsrat wurde einfach übergangen.“

Quelle: Martin Lauber

Thönse. Autos dürfen dort nur mit Schrittgeschwindigkeit bewegt werden, Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen, Kinderspiele sind überall erlaubt. Ein Anlieger, Vater eines kleinen Jungen, hatte die Aufstellung des Verkehrszeichens 325.1 angeregt in der Hoffnung, dass so Raser, die nicht selten zu schnell durch die bestehende Tempo-30-Zone abkürzen, zu vergrämen.

Tatsächlich traf die Region Hannover die gewünschte verkehrsbehördliche Anordnung mit einjähriger Verzögerung im Sommer 2016. Weitere acht Monate dauerte es, bis die Stadt die Schilder nun aufstellte – und mit weißer Farbe zehn Parkflächen aufs gerumpelte Pflaster malte. Die Straßenverkehrsordnung fordert für verkehrsberuhigte Bereiche definierte Parkzonen. Auf den markierten Rechtecken und wirklich nur dort darf An der Miere nun noch geparkt werden.

Genau da beginnt der Unmut. „Das ist eine Katastrophe“, sagt zum Beispiel Alt-Anlieger Wulf-Günter Favreau. Er wohnt seit 34 Jahren an der Straße. „Wir haben immer unsere beiden Autos draußen stehen“, berichtet er, auf seinem Grundstücke fehle dafür der Platz. Bei acht Wohnhäusern allein auf der Südseite reichten die zehn Parkplätze nicht einmal für die Anlieger aus, mutmaßt er – geschweige denn für Besucher. Und überhaupt: „Glauben Sie, dass die jetzt mit Tempo 7 statt wie bisher mit 50, 60 Sachen hier durchfahren?“

Thönses Ortsbürgermeister Heinz Theo Rockahr hat am vergangenen Sonnabend 19 geparkte Autos an der Miere gezählt. Nach seiner Meinung würde der Platz auf der Nordseite aber für drei bis vier mehr als die markierten zehn Parkplätze ausreichen.

Es gibt noch Parkplatzreserven

Aber ihn und den Ortsrat habe die Verwaltung – trotz anderslautender Zusagen – ja nicht einbezogen. Bürgermeister Axel Düker und Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker, die eine solche Zusage nicht gegeben haben will – „Herr Rockahr wurde rechtzeitig informiert“ – mussten jetzt vor Ort die Wogen glätten. Sie haben "Nachbesserungen“ versprochen. Vor einer Gartenpforte wurden noch Platzreserven ermittelt – und möglicherweise werden ein oder zwei Feldahorne weichen, glaubt Rockahr. Gründonnerstag geht es ins Detail – bei einem Ortstermin mit Ortsrat und Stadtverwaltung. 


doc6uac312ttdjypwl3kn

Anlieger Wulf-Günter Favreau: "Viel zu wenige Parkplätze."

Quelle: Martin Lauber
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten