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Noch kein Votum über Seniorenbeirat

Burgwedel Noch kein Votum über Seniorenbeirat

Der Vorstoß, einen Seniorenbeirat nach dem Vorbild der Stadt Langenhagen oder der Gemeinde Wedemark einzurichten, hat auch im zweiten Anlauf in der Burgwedeler Kommunalpolitik keine Beifallsstürme ausgelöst.

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Noch kein Votum für Seniorenbeitrag.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Anno 2009 hatte die SPD die Initiative eines Arbeitskreises der Seniorenbegegnungsstätte aufgegriffen, der ein solches Gremium forderte - und war an der CDU-/FDP-Mehrheit gescheitert. Sechs Jahre später ist es ihr früherer, mittlerweile zu den Unabhängigen konvertierter Ratsherr Rudolf Gutte, der den „demokratischen Fortschritt“ einfordert, dass sich die Älteren in der Stadt mit einem Seniorenbeirat Gehör verschaffen und ihre Lebens- und Berufserfahrung in die politische Willensbildung einbringen.

Einen solchen Schritt wolle er „nicht im Schnellverfahren“, erklärte Gutte am Donnerstagabend im Ausschuss für Demografie und Soziales. Um einer erwartbaren Abstimmungsniederlage zu entgehen, regte er in der Sitzung an, dass sich zunächst ein interfraktioneller Arbeitskreis bilden könnte, um sich mit Unterstützung der Seniorenbeiräte der Nachbargemeinden über die Aufgaben und Chancen eines solchen Gremiums kundig zu machen.

Um es vorweg zu nehmen: Diesen Antrag werden die übrigen Fraktionen intern zwar beraten. Aber zumindest vonseiten der Mehrheitsgruppe zeichnet sich erneut wenig Sympathie für einen Seniorenbeirat ab - auch Joachim Lücke von der SPD enthielt sich.

Die Kontra-Argumente erinnerten an jene aus dem Jahr 2009. Politiker 60 plus X seien zu mehr als einem Drittel bereits im Rat vertreten, stellte Fritz Papenberg (CDU), selbst 68 Jahre alt, fest. Er sehe nicht, warum die Senioren da politisch unterrepräsentiert sein sollen. Fuhrbergs Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer (CDU), hatte direkt vor der Ausschusssitzung beim Seniorenkaffee in seinem Dorf den Stimmungstest gemacht: „Die waren alle strikt dagegen, weil das nur alles komplizieren würde“, berichtete er. Auch Ratsküken Sebastian Müller (CDU) ist nicht entgangen, dass es immer mehr Senioren im Rat gibt. Er warnte zudem vor zusätzlichen Gremien: „Die Verwaltung ist schon jetzt am Limit.“

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