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OGS-Anbau kostet eine Million Euro

Wettmar OGS-Anbau kostet eine Million Euro

Heißt Offene Ganztagsschule (OGS) in Wettmar, dass diese Räume dort auch externen Nutzern offen stehen werden? Für den just beschlossenen Anbau an die Grundschule wird das zumindest geprüft. Im Sommer 2016 soll außer in Burgwedels größtem Ortsteil auch in Kleinburgwedel auf Ganztagsbetrieb umgestellt werden.

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Der Wettmarer Grundschule dient dieser Eckraum zumindest noch bis zum Bau der Mensa als Küchenpavillon.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. In Fuhrberg, Großburgwedel und Thönse gibt es die OGS an den Grundschulen bereits. Stadtweit sollte die Schulform nach bisheriger Planung 2017 eingeführt sein. Der Schulausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung aber empfohlen, auch Kleinburgwedel schon nächstes Jahr umzustellen. Die Anträge ans Kultusministerium müssen noch 2015 gestellt werden.

Um die Kinder aus dem Nordosten von Großburgwedel, die künftig die Schule in Kleinburgwedel besuchen müssen, nicht zu benachteiligen, wird auch dort die OGS 2016 pünktlich zur Änderung des Schulbezirks eingeführt. Weil eine Mensa dann noch nicht zur Verfügung stehen wird, werden die Kinder zunächst in gleicher Weise verpflegt wie bisher im Hort. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, alle nötigen baulichen Veränderungen zu planen.

Von den nach jetzigem Stand 82 Grundschülern in Kleinburgwedel werden nach bisherigen Abfragen 2016 auf Anhieb mehr als die Hälfte das OGS-Angebot nutzen, 23 zusätzlich anschließend noch den Hort. Für alle jedoch wird wegen des Regiobus-Fahrplans der Unterricht bereits um 7.40 statt bisher um 8 Uhr beginnen. Ließe die Stadt einen eigenen Kleinbus pendeln, wären die ersten Kinder genauso früh in der Schule, erklärte die Erste Stadträtin Christiane Concilio.

Im Ausschuss wurde das Thema intensiv diskutiert, ist doch bekannt, dass der Biorhythmus der Kinder eher für ein späteres als früheres Aufstehen spricht. Bei einem Eltern-Infoabend hatten sich Eltern wie Lehrer allerdings für die frühe Zeit ausgesprochen. Mit längeren Pausen am Vormittag soll erreicht werden, dass es wenigstens für die Nicht-OGS-Kinder beim jetzigen Schulschluss am Mittag bleibt. Für ihre Vorarbeit am OGS-Konzept bekam Juliane Parow großes Lob vom Ausschuss. Sie leitet neben der Grundschule Großburgwedel die in Kleinburgwedel kommissarisch.

Für Wettmar ist die OGS-Planung weiter fortgeschritten. In den Haushalt 2016, der am Donnerstag, 8. Oktober, im Finanzausschuss vorgestellt wird, soll für einen 275 Quadratmeter großen Anbau auf dem Grundstück rechts neben der Schule ein Betrag von einer Million Euro eingestellt werden. Außer einem Klassen- und einem Kleingruppenraum sollen darin im Wesentlichen Mensa, Küche und ein Essraum Platz finden.

Aus der Schulausschusssitzung nahmen Concilio und die Stadtarchitektin einen Auftrag mit: In Abstimmung mit dem Ortsrat, der den Mangel an barrierefreien Versammlungsräumen beklagt, sollen sie prüfen, ob der Anbau multifunktional genutzt werden kann, also außer von der Schule auch von anderen Gruppen.

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