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Oberschüler testen ihre Stärken

Burgwedel Oberschüler testen ihre Stärken

Schrauben, zeichnen, nähen: Hoch konzentriert lösen die Siebtklässler der Burgwedeler Oberschule ihre Aufgaben zur Berufsorientierung. Das Ziel: die eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten herauszufinden.

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Ruhige Hand: Josefine (links, 12) und Larissa (13) malen ein Bild aus. Dabei dürfen sie keine schwarze Linie überzeichnen.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Großburgwedel. Drei Tage dauert der erste Baustein zur Berufsorientierung an der Oberschule. Potenzialanalyse heißt die Methode, mit der die individuellen Stärken der Mädchen und Jungen herausgefunden werden. Seit Montag testen die Jugendlichen ihre Interessen und Talente zusammen mit Mitarbeitern des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). Die Kombination aus analytischem und praktischem Teil wird seit fünf Jahren an der Oberschule angewendet.

"In Einzelgesprächen geben wir den Schülern am Ende der Woche ein Feedback“, erläutert Sabine Küchler, Teamleiterin des Bereichs Schule und Potenzialanalyse beim BNW, die das Programm gemeinsam mit ihrem Kollegen Christian Behnsen betreut. Während die Schüler ihre Aufgaben erledigen, bewerten die Fachleute des Bildungswerks unter anderem ihren Antrieb, ihre Ausdauer sowie ihr Auffassungsvermögen. "Alle sind verdammt gut und konzentriert dabei“, lobt Küchler die Jugendlichen.

Felix näht das erste Mal an der Maschine, dabei wird die Zeit gestoppt. "Das ist nicht so einfach“, stellt der 13-Jährige fest. Sein Berufsziel ist Kranführer. Auch Larissa hat ihre liebe Mühe beim Einfädeln eines Fadens. Bravourös bewältigt indes Justin seine Aufgabe, verschiedene Figuren zeichnet er gespiegelt. "Bislang habe ich alles ganz gut geschafft“, sagt der 13-Jährige, dessen Berufswunsch Polizist ist. Auf den ersten Blick scheinen manche Aufgaben einfach, doch um diese schnell und richtig zu lösen, sind vor allem feinmotorische und kognitive Fähigkeiten gefragt. "Auch steht eine Sozialübung an“, sagt Küchler. Dabei gilt es, in einer Gruppe eine Brücke zu bauen. Die Sozialpädagogen vom Bildungswerk beobachten dabei die Teamfähigkeit, wie die Schüler das Problem lösen, wenn die Brücke möglicherweise zu kurz geraten ist. "Wir sehen, ob die Gruppe neu anfängt oder hinschmeißt“, erklärt Küchler.

Getestet werden auch sprachliche Kompetenzen, Mimik, Gestik und ob die Jugendlichen sich laut und deutlich artikulieren. Positiv bewertet Schulleiterin Renate Koch, dass Leute von außerhalb der Schule die Fähigkeiten der Schüler bescheinigen. "Oft aber mit dem gleichen Ergebnis wie die Pädagogen“, ergänzt Küchler.

Und da sich Eltern und Kinder nicht immer einig bei der Berufswahl sind, gibt es am Ende ein gemeinsames Gespräch mit den Bildungswerk-Mitarbeitern und Lehrern. Denn: Im nächsten Jahr absolvieren die Schüler zwei Praktika – und erste Weichen für einen Beruf sind gestellt.

Von Katerina jarolim-vormeier

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