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Oberschule: Land bewilligt Sprachlernklasse

Burgwedel Oberschule: Land bewilligt Sprachlernklasse

Frohe Botschaft vom Land: Jetzt darf auch Burgwedels Oberschule eine eigene Sprachlernklasse einrichten. Auf die ehrenamtliche Unterstützung der Lesementoren möchte Rektorin Renate Koch aber auch in Zukunft nicht verzichten.

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Jetzt kann gezielter auf die Flüchtlingskinder, unter anderem aus Afghanistan, Syrien und Montenegro, eingegangen werden.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Bei ihrem Start im Herbst 2014 war die Sprachlernklasse des Gymnasiums Großburgwedel mit ihren 16 Plätzen für Migranten und Flüchtlinge noch weit und breit die große Ausnahme. Und ein Erfolgsmodell: Drei Viertel der Kinder machten solche Fortschritte, dass sie schon während dieses Förderjahres teilweise am „normalen“ Unterricht der Mitschüler teilnehmen konnten, zieht Lehrerin Kathrin Rüter Zwischenbilanz. Gleichwohl: „Der Sprung in die Regelklasse ist für alle sehr schwer.“

Wie schon im ersten Jahr wird jetzt auch im zweiten die Sprachlernklasse des Gymnasiums auch von einigen Oberschülern besucht. Im Frühjahr hatte Koch deshalb eine eigene Sprachlernklasse für ihre Schule beantragt. Aber erst jetzt seien wegen der gestiegenen Zahl der Flüchtlingskinder die Voraussetzungen dafür gegeben, erklärte ein Sprecher der Landesschulbehörde auf NHZ-Anfrage am Freitag. Die neue Klasse einzurichten sei „baldmöglichst“ geplant. Zu klären sei noch die Personalfrage. Infrage kommen für die Aufgabe auch mehrere Lehrkräfte der Oberschule, die die Qualifikation „Deutsch als Fremdsprache“ besitzen.

Rektorin Koch freut sich: Mit 30 zusätzlichen Wochenstunden sei eine „angemessene Förderung“ möglich - möglicherweise auch mit Teamteaching in integrierten Regelklassen. Auf jeden Fall könne jetzt gezielter auf die Flüchtlingskinder, unter anderem aus Afghanistan, Syrien und Montenegro, eingegangen werden. „Das ist eine große Aufgabe.“ Einigen der Jungen und Mädchen fehlten jegliche Deutsch- und Englischkenntnisse, auch seien nicht alle alphabetisiert.

Was an Förderung ohne Sprachlernklasse möglich war, das wurde an der Oberschule Burgwedel auch schon bisher geleistet. So kümmern sich seit Monaten Lesementoren laut Koch „rührend“ um 19 Schüler. Sie setzten für die Sprachvermittlung teilweise sogar selbst besorgtes Lehrmaterial und Software ein. „Das wollen wir auf jeden Fall aufrechterhalten“, hofft sie. Zudem habe jedes Flüchtlingskind einen Mitschüler als Paten.

Gegenüber 2014 hat nicht nur Burgwedel, sondern der ganze Norden der Region in Sachen Sprachlernklassen mächtig aufgeholt. Zusätzlich zu den bestehenden zwei Klassen an der Konrad-Adenauer-Hauptschule in Mellendorf hatte in der Wedemark das Gymnasium im September grünes Licht für eine solche Klasse bekommen. In Isernhagen bekamen das Gymnasium, die Hauptschule und die Grundschule Altwarmbüchen ihre Bewilligungsbescheide im November - und am 11. Dezember war die Oberschule in Großburgwedel an der Reihe.

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