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"Ökolandbau ist Naturschutz“

Fuhrberg "Ökolandbau ist Naturschutz“

Biobauern aus Niedersachsen wollen die Rolle des Ökolandbaus beim Naturschutz stärker herausstellen. Die landesweit ersten Infotafeln stehen jetzt an Fuhrberger Feldern.

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Harald Gabriel (Bioland, von links), Manuel Pick (Bohlsener Mühle), Andreas Schröder (Biohof Wöhler), Olaf Wilkens (Öko-Korn Nord) und Eva Meyerhoff (Kompetenzzentrum Ökolandbau, vorn) werben für die Rolle des Ökolandbaus beim Naturschutz.

Quelle: Frank Walter

Fuhrberg. 2006 hatten Christa und Andreas Schröder ihren 190-Hektar-Familienbetrieb auf ökologischen Landbau umgestellt, neben Kartoffeln und Spargel wird auch Getreide angebaut. Seitdem gehört der Hof Wöhler dem Bioland-Verband an, verzichtet auf chemische Pflanzenschutz- und Dün­gemittel sowie genver­änderte Organismen. Doch wie vielen Kunden des Hofladens ist bekannt, dass Schröders Flächen zu 100 Prozent im Wassergewinnungsgebiet Fuhrberger Feld liegen? Dass die ökologische Wirtschaftsweise so das Trinkwasser im Großraum Hannover schützt?

"Wir selbst wissen zwar, dass der Ökolandbau viel Mehrwert für die Natur bringt. Unseren Kunden ist das aber nicht so bekannt“, ist Eva Meyerhoff, Naturschutzberaterin des Kompetenzzentrums Ökolandbau, überzeugt. Die eigene Gesundheit, das Wohl der Nutztiere – das seien die gängigen Motive, zu Bio-Produkten zu greifen.

Was der Ökolandbau noch alles leistet, darüber informieren seit gestern Schilder auf Schröders Äckern – der Auftakt für eine landesweite Infoaktion, an der sich 80 Bio-Bauern in Niedersachsen beteiligen. Spaziergänger und Radfahrer erfahren auf den Tafeln beispielsweise, dass sich auf Bio-Flächen fünfmal mehr Hasen und sogar siebenmal mehr Feldlerchen finden als auf konventionellen Äckern. Dass Bienen und Schmetterlinge auf Bioäckern mehr Pollen und Nektar sammeln können. Dass der Ökolandbau den Boden gesund und lebendig hält. Und dass Fledermäuse auf Ökoflächen mehr Nahrung finden.

Wer mehr erfahren will, kann das Smartphone zücken und landet per QR-Code auf der Homepage des Kompetenzzentrums Ökolandbau, dass die Aktion gemeinsam mit dem Bioland-Verband, der Erzeugergemeinschaft Öko-Korn Nord und dem Naturkosthersteller Bohlsener Mühle ins Leben gerufen hat.

"Wir wollen nicht polarisieren, aber deutlich zeigen, was wir leisten“, sagt Harald Gabriel, Geschäftsführer bei Bioland Niedersachsen/Bremen. Und das sei "ein deutlicher Mehrwert für die Natur“, wie es Olaf Wilkens von Öko-Korn Nord ausdrückt.

Von Frank Walter

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