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Ganz Oldhorst soll auf den Beinen sein

Burgwedel Ganz Oldhorst soll auf den Beinen sein

Je kleiner das Dorf, desto größer die Feier, mag man meinen: Oldhorst wird bald 700 Jahre alt, fast alle 120 Bürger sind in die Planung der großen Party eingebunden. Und auch die Stadt soll ihren Beitrag dazu noch leisten.

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Für den Dorfplatz, auf dem im Juni 2017 groß gefeiert werden soll, hat der Ortsrat noch einige Veränderungswünsche.

Quelle: Archiv

Oldhorst. „Eigentlich ist Oldhorst bestimmt noch älter“, überlegt Ortsbürgermeister Thorsten Rieckenberg laut. Aber das älteste Dokument, in dem das Dorf auftaucht, stammt nun einmal aus dem Jahr 1317: Damals hat Oldhorst die Bürgerrechte in Hannover erworben. „Die Urkunde habe ich mir gleich schicken lassen“, sagt Rieckenberg. Schnell war klar: 700 Jahre Oldhorst, das wird groß gefeiert.

Das ganze Dorf – immerhin rund 120 Bürger – wurden befragt, ob sie lieber das ganze Jahr über bei kleineren Aktionen sich und ihre Historie feiern wollen oder doch lieber gebündelt an einem Tag. „99 Prozent waren für eine Großveranstaltung“, resümiert der Ortsbürgermeister. Die Planungen dafür laufen jetzt auf Hochtouren: Am 10. Juni soll Burgwedels mit Abstand kleinster Stadtteil ganz groß rauskommen. Mit einem Gottesdienst, einem Sektempfang und offiziellen Reden geht es vormittags auf dem Dorfplatz los.

Im Festumzug macht sich die Bürgerschaft dann auf den Weg in Richtung Festscheune, wo bis spät in die Nacht gefeiert wird. Rund um den Festplatz wird es viele Attraktionen für Kinder geben – gleichzeitig wird der Stadtfeuerwehrtag nach Oldhorst verlegt. Ein Bauernmarkt soll ebenfalls die Besucher locken. Damit die Feiernden auch alle Schokoladenseiten des Dorfes kennenlernen, wird es gegen 15.30 Uhr ein Konzert in Trumpas Scheune geben – dem charmanten Kulturhotspot der Oldhorster. Auch der Reitverein Go Easy wird im Programm vertreten sein.

„Das ganze Dorf wird auf den Beinen sein“, ist Rieckenberg überzeugt. Wie man diese am Abend auch zum Tanzen bekommt, ist noch fraglich: „Mal schauen, ob wir uns eine richtige Live-Band leisten können“, sagt Rieckenberg. Denn: Auch wenn 700 Jahre eine echte Leistung sind – „Zuschüsse gibt es da nicht, wir sind auf Spenden angewiesen.“ Aus diesen soll auch eine Dorfchronik verfasst werden, an der Rieckenberg mit weiteren Helfern schon fleißig arbeitet. Wer noch Fotos aus alten Zeiten hat, soll sich dafür gern bei ihm melden.

Für die Stadtverwaltung wiederum hat Oldhorst bereits eine Wunschliste zum 700-Jährigen im vergangenen Ortsrat formuliert: 68 000 Euro braucht es aus Haushaltsmitteln, um den Dorfplatz von Stolperfallen zu befreien, Pflasterungen vorzunehmen und Sicherheitsmängel bei der Feuerwehr zu beheben. Eine Umsetzung, so hat sich Rieckenberg bereits bei der Verwaltung rückversichert, wäre bis zum großen Fest noch möglich. Ob der Rat seine Zustimmung gibt, da ist der Ortsbürgermeister vorsichtig optimistisch: „In den vergangenen Jahren sind wir in Oldhorst ja immer auf Sparflamme gelaufen und haben uns alle Anträge bis zur 700-Jahr-Feier aufgehoben.“

Von Carina Bahl

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