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Olympiade der Mathe-Asse

Burgwedel Olympiade der Mathe-Asse

Federmäppchen statt Turnbeutel und ein Geodreieck als Sportgerät: Bei der Landesrunde der Mathematik-Olympiade qualmten am Sonnabend die Köpfe von 35 Grundschülern im Gymnasium Großburgwedel.

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Impressionen von der Mathe-Olympiade im Gymnasium Großburgwedel.

Quelle: Mario Moers

Großburgwedel. In 90 Minuten bewiesen die Mathe-Asse aus den Klassen 3 und 4 der umliegenden Grundschulen, dass sie mehr drauf haben, als die Schulmathematik verlangt. Bei der bundesweit ausgetragenen Mathematik-Olympiade werden die Kinder mit Aufgaben konfrontiert, die über den bekannten Stoff hinausgehen, das logische Denken herausfordern. Die Teilnehmer der Landesrunde zählen zu den besten 7500 Grundschülern in Niedersachsen.

In einem Stall gibt es zwölf Tiere, Hühner, Pferde und Stubenfliegen. Von jeder Art gibt es dort wenigstens ein Tier, und insgesamt haben diese 50 Beine. Wie viele Tiere können es von jeder Art sein? So lautet sinngemäß nur eine der sechs Aufgaben aus der Klausur der Viertklässler. Bei der Beantwortung zählt nicht allein die richtige Lösung. Auch für die gute Ausführung gibt es Punkte. "Die Mathe-Olympiade ist unter den renommierten Wettbewerben einer der wenigen, bei denen nicht bloß angekreuzt wird“, erklärt Martin Conrad. Der Studiendirektor des Gymnasiums organisiert die dritte und finale Runde des Denk-Wettstreits bereits zum dritten Mal. "In den Augen der Kinder sieht man die freudige Anspannung und dann eine unglaubliche Konzentration“, beschreibt Conrad die herausfordernde und gleichzeitig entspannte Atmosphäre.

Schüler der Oberstufe des Gymnasiums haben im Foyer Brötchen, Obst und Getränke für die Olympioniken und ihre Eltern angerichtet. Zwischen der Klausur und der Ergebnisverkündung gibt es einen Papierflieger-Wettbewerb, und ein Physiklehrer hat eine Geo-Caching-Schnitzeljagd vorbereitet.

Carl, Mathe-Sportler der Klasse 3a an der Grundschule Großburgwedel, hat bereits in zwei Qualifikationsrunden sein Können unter Beweis gestellt. "Heute Morgen hat er beinahe sein Mäppchen zu Hause vergessen“, erzählt seine Mutter Diana Sponagel lächelnd. Bevor die Klausuren verteilt werden, sortiert Carl Trinkflasche, Stifte und Geodreieck auf dem Tisch. Ein benachbartes Supermarkt hat für jeden Teilnehmer ein Lunch-Paket bereitgestellt. Einige Kontrahenten haben sich zur Vorbereitung die Fragen der Vorjahre aus dem Internet besorgt und intensiv geübt. Carl hingegen verlässt sich auf seinen Kopf. "Einfach Nachdenken und die Aufgaben überstehen“, schildert er kühl seine Strategie. Noch ahnt er nicht, dass er sogar den zweiten Platz erreichen wird. Als Belohnung gibt es eine Urkunde und einen anerkennenden Eintrag ins Zeugnis.

Und da auch der klügste Kopf irgendwann eine Auszeit braucht, bekam jedes Kind von der Sparkasse Hannover einen Kino-Gutschein geschenkt.

Medaillenspiegel:

Bei den Drittklässlern siegte Linus Feddern (Grundschule Thönse). Zweite Plätze gingen an Carl Sponagel und Juan Beine (beide Großburgwedel), gefolgt von Finn Benedek (Kleinburgwedel). Einen Anerkennungspreis erhielt Jan Drecker (Kleinburgwedel). Bei den Viertklässlern konnte sich Adrian Börner vor Nicolas Huck (beide Großburgwedel) und Jan Krohn (Wettmar) sowie Fenja Börner und Mia Erckens (Großburgwedel) durchsetzen. Anerkennungspreise erhielten Melia Metz, Thilo Wittrock (beide Großburgwedel) sowie Jonathan Plenefisch (Wettmar).

Von Mario Moers

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