Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Rolf Fortmüller bleibt Ortsbürgermeister

Burgwedel Rolf Fortmüller bleibt Ortsbürgermeister

Wenn es ein Wort des Abends geben würde, dann wäre das im Ortsrat Großburgwedel am Mittwochabend sicherlich „Vertrauen“ gewesen. Harmonisch wie selten schickte das Plenum Rolf Fortmüller (CDU) in seine zweite Amtszeit als Ortsbürgermeister.

Voriger Artikel
Innenstadt geht Anfang 2017 online
Nächster Artikel
Zwei Blicke auf ein Wahlergebnis

Im neuen Ortsrat Großburgwedel sind vertreten Frank Leibelt (CDU, von links), Volker Körlin (AfD), Jürgen Ocker (CDU), Bedri Özdemir (SPD), Florian Wenker (SPD), Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller (CDU), Julia Tote (SPD), Ivonne Vogler (CDU) und Friedrich Schneider (CDU).

Quelle: Carina Bahl

Großburgwedel. Den ersten Applaus des Abends gab es schon vor den Wahlen: Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller (CDU) durfte gerührt einen Korb Süßes als Dankeschön für die vergangenen fünf Jahre von seinen Ex-Kollegen im Gremium entgegennehmen. „Vielen Dank für das Vertrauen. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, und ich würde es auch gern fortführen“, sagte dieser.

Mit satten 2898 persönlichen Stimmen hatten sich im September gleich mehr als 40 Prozent aller Großburgwedeler für Fortmüller ausgesprochen – kein Wunder, dass am Mittwochabend kein Gegenkandidat den Hut in den Ring warf. Einstimmig und offen wählte der Ortsrat Fortmüller in seine zweite Amtszeit.

Die Unterstützung der SPD fand wiederum kurzerhand ein Dankeschön der CDU-Fraktion: „Wir möchten als Zeichen der kommunalpolitischen Zusammenarbeit gern zwei stellvertretende und gleichberechtigte Ortsbürgermeister einsetzen“, kündigte Frank Leibelt (CDU) an. „Wir können das nur begrüßen“, dankte Bedri Özdemir (SPD) für diese Geste. „Das war in der Vergangenheit leider nicht immer so.“

Und so ging auch die zweite Wahl des Abends einstimmig vonstatten: Jürgen Ocker (CDU) und Julia Tote (SPD) werden künftig als Fortmüllers Stellvertreter agieren. „Das ist so schön, dass mir schon am Anfang so ein Vertrauen entgegengebracht wird“, betonte Tote, die als eine der vier „Neuen“ im Ortsrat ihr Mandat wahrnehmen wird.

Dass bei all der Harmonie und den Beteuerungen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit fernab von Parteipolitik, die sich durch den Abend wie ein roter Faden zogen, auch Regeln zu beachten sind, machte Florian Berner von der Stadtverwaltung deutlich: Wie muss das Kreuzchen auf den Wahlzetteln aussehen? Eine Powerpoint-Folie bereitete die Politiker vor. Ab wann muss geheim gewählt werden? Wer ist Stimmzähler? Und warum bitte muss bei zwei Kandidaten für zwei gleichberechtigte Posten überhaupt gewählt werden? Mit einer gesunden Portion Humor nahmen die Ortsratsmitglieder die „Spielregeln“ zur Kenntnis.

Bei so viel guter Laune fiel es am Ende auch nicht schwer, diese zu verbreiten: Einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro bewilligte der Ortsrat als erste Amtshandlung für den Feuerwehrmusikzug – für neue Noten und einen Drucker.

Von Carina Bahl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6slqn371eautd2w7l5i
Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers

Fotostrecke Burgwedel: Zurück aus der Hölle des Flüchtlingslagers