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Kleinburgwedel trauert um seinen Pastor

Burgwedel Kleinburgwedel trauert um seinen Pastor

Die St.-Petri-Gemeinde trauert um einen ihrer beiden Seelsorger: Pastor Andreas Böger ist am Montag völlig unerwartet gestorben. Der 54-Jährige war seit 2002 in Groß- und Kleinburgwedel tätig. Er hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Kinder.

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Die St.-Petri-Kirchengemeinde trauert um ihren Pastor Andreas Böger. Der 54-Jährige ist am Montag ganz unerwartet gestorben.

Quelle: Carina Bahl

Kleinburgwedel. Mancher spreche bei Kirchgängern, die nur zu Weihnachten erscheinen, von „U-Boot-Christen“, hatte Andreas Böger einmal in einem NHZ-Interview gesagt – und hinzugefügt: „Ich aber halte lieber die Türen offen.“ Seine Offenheit ist es unter anderem gewesen, die Andreas Böger nach Meinung vieler auszeichnete. Er sei auf die Menschen zugegangen, habe mit Zeltgottesdienst, Besuchsdienst oder dem Kino im Kleinburgwedeler Haus der Kirche auch jene erreicht, die sonst nicht zur Kirche kommen, sagt Erdmute Schodder. „Er war ein sehr aktiver Pastor und humorvoller Mensch, der sehr gut ins Dorfleben passte. Er hinterlässt eine ganz große Lücke.“ Für ihren Mann Jürgen Schodder, Ortsbürgermeister in Kleinburgwedel, verkörperte Böger ein Stück weit das Idealbild eines Pastors. Die großen Fußstapfen seines Vorgängers habe er hervorragend ausgefüllt. Superintendent Holger Grünjes und Bögers Pastorenkollegin Bodil Reller zeigten sich beide geschockt: Sie werde Andreas Böger als zuverlässigen und fairen Kollegen in Erinnerung behalten, als sehr strukturiert und als fundierten Bibelkenner, sagte Reller. Andreas Bögers Bibelstunden hatten auch den Kirchenkreistagsvorsitzenden Friedrich Engeling beeindruckt, der ihn als gewissenhaften, beharrlichen Menschen erlebte, der wie jeder Mensch aber auch Ecken und Kanten gehabt habe. Im Seniorenheim Lindenriek erfreute der Pastor mit Anekdoten und großer Musikalität. „Er hatte immer ein offenes Ohr, hat sich nie verstellt. Wenn ihm etwas nicht passte, hat er das auch gesagt“, erinnert sich die langjährige Wegbegleiterin Hildegard Seeger aus Kleinburgwedel. Die Trauerfeier beginnt am Dienstag, 8. März, um 14 Uhr in der St.-Petri-Kirche.

Von Frank Walter

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