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Pokale stehen schon bereit

Großburgwedel Pokale stehen schon bereit

Der Silvesterlauf in Großburgwedel steht vor seiner 30. Auflage. Von Beginn an hat Günter Tiller die Sportveranstaltung zum Jahresende organisiert.

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Pokale, Medaillen, Startnummern: Günter Tiller hat für den Silvesterlauf schon viele Vorbereitungen getroffen.Hartung

Quelle: Hartung

Großburgwedel. An den Vorgänger des heutigen Silvesterlaufs erinnert er sich noch genau. „Damals gab es schon einen Lauf am 31. Dezember, den ein Lehrer privat organisiert hatte. Aber das hat mir nicht gefallen“, erzählt Günter Tiller. Damals, das war 1984. Es ging über neun Kilometer, auch für Tillers neun Jahre alten Sohn Markus. „Ich habe ihn auf dem Fahrrad begleitet. Die Strecke verlief über die Fußwege. Und weil die Abgase der Autos so stanken, konnte man beim Laufen kaum atmen“, sagt Günter Tiller - und fasste einen Entschluss. „Ich habe festgelegt, dass wir das besser machen“, sagt Tiller, der zu dieser Zeit in einem privaten Lauftreff aktiv war. Am 31. Dezember 1986 feierte der neue Silvesterlauf Premiere, bis heute ist er der Organisator.

Der in Münsterberg (Schlesien) geborene Tiller war in den 1960er Jahren selbst ein starker Leichtathlet. 1967 gewann er über 800 Meter die Norddeutsche Meisterschaft, 1964 belegte er bei den nationalen Titelkämpfen den vierten Platz mit der 1000-Meter-Staffel.

Günter Tiller blickt zurück auf den ersten Silvesterlauf. „Da waren wir gerade mal 40 Teilnehmer. Der Start erfolgte noch nicht mit einer Pistole, sondern mit einem alten Signalstab der Reichsbahn - der leuchtet richtig hell.“ Ebenfalls den schweren Anfängen geschuldet: Das Organisationsteam besaß keinen eigenen Stand. „Unser Wettkampfbüro war mein Auto. Dort haben wir Meldungen entgegengenommen.“ Die Zeiten ändern sich. Mittlerweile ist der Lauf für über 200 Teilnehmer ein Muss. Am Start- und Zielort Springhorstsee erhält Tiller mit seinem Team im angrenzenden Hotel den Frühstücksraum als Wettkampfbüro.

Wie lange will er es noch machen? „Ich bin 80 Jahre alt, der Lauf darf aber nicht platzen. Ich habe schon mehrere Vereine in Burgwedel angesprochen, möchte die Arbeit gern auf mehrere Schultern verteilen.“ Sein Sohn Markus kommt als Nachfolger nicht in Betracht. „Ihn hatte ich mal im Auge, als Schüler hat er mir mit der EDV geholfen. Aber er wohnt mittlerweile in Regensburg.“ Von Stephan Hartung

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