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Privatparty läuft aus dem Ruder

Wettmar Privatparty läuft aus dem Ruder

In Wettmar wollte ein Jugendlicher am Freitagabend mit 30 Freunden feiern. Doch es kamen 80 Gäste. Der Gastgeber hatte bei seiner Einladung per WhatsApp einen Fehler gemacht. Die Party endete mit einem Polizeieinsatz. Einige Eltern von anwesenden Gästen hatten die Feier aber bereits aufgelöst.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Burgwedel. Eigentlich sollte es eine ganz normale Party unter Jugendlichen werden. Doch statt nur der 30 geladenen Freunde tauchten am Freitag weitere 50 Jugendliche in dem Haus an der Hauptstraße auf. „Das wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt gewesen, um uns zu benachrichtigen“, sagte Polizeikommissar Daniel Wolff gestern. Das passierte allerdings erst einige Zeit später und aus einem anderen Anlass: Die Einsatzkräfte eines Rettungswagens musste einen Jugendlichen versorgen, der zu viel Alkohol getrunken hatte, und verständigte dann die Polizei.

Unterdessen versuchten zwei Partygäste, die mit schwarzen Jacken und Jeanshosen bekleidet waren, die Stereoanlage zu stehlen. Da sie jedoch von anderer Gästen dabei beobachtet wurden, ließen sie die Anlage stehen und flüchteten. Als Polizeikommissar Wolff und sein Kollege gegen 21 Uhr vor Ort ankamen, war die Party schon beendet. Einige Eltern waren vor der Polizei beim Haus gewesen und hätten die Feier dann aufgelöst. Die Eltern des Gastgebers waren allerdings nicht dabei. „Das war schon ein ungewöhnliches Bild: gegenüber vom Haus standen etwa noch 50 bis 60 Jugendliche und haben uns eine Weile zugesehen“, sagte Wolff. Es blieb friedlich. Mit Kollegen aus Burgdorf und Mellendorf nahmen die Burgwedeler Polizisten ein paar Personalien auf. Doch sei bis auf ein paar kleinen Streitigkeiten und einem geklauten Rucksack mit Mobiltelefon und Taschenrechner nichts weiter passiert. Es wurde nicht randaliert, noch ging irgendwas zu Bruch. „Das waren an sich ganz normale Jugendliche, die nur ein wenig feiern wollten“, so Wolff.

Eingeladen hatte der Gastgeber über den Nachrichtendienst „WhatsApp“. Sein Fehler: Der Jugendliche hatte eine Themengruppe „Party“ angelegt mit mehr als einem Administrator. Diese luden weitere Freunde ein, die Partyinfo zog immer größere Kreise. „Mein Tipp: Der Gruppenersteller sollte der einzige Administrator sein“, sagte Wolff.

Bekannt sind bisher vor allem Facebook-Partys, die am Ende aus dem Ruder gelaufen sind, weil Einladungen über einen öffentlich zugänglichen Verteiler gelaufen sind.

Von Kerstin Hamann

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