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Gänsehaut pur beim "Halleluja"

Burgwedel Gänsehaut pur beim "Halleluja"

Ein bleibendes Hörerlebnis wurde den Konzertbesuchern am Sonntagnachmittag in der katholischen St.-Paulus-Kirche am Mennegarten in Großburgwedel zuteil.

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Der Projektchor der Musikhochschule Hannover und die Solisten Julia Bachmann (Sopran, vordere Reihe mit Blumensträußen von links), Anna Bineta Diouf (Mezzosopran), Simon Jass (Tenor) sowie Yannick Spanier (Bass) beeindrucken die Zuhörer in der St.-Paulus-Kirche.

Quelle: Jürgen Zimmer

Großburgwedel. Zwei Großwerke des Barock – Antonio Vivaldis „Magnifacat“ und Händels „Messias“ – hatte Christian Gläsker, Organist der Michaeliskirche in Hannover sowie Dirigent und Chorleiter für das Konzert mit dem Projektchor der Region Hannover in der Kirche 
St. Paulus im Mennegarten einstudiert. Die Instrumentalisten waren Studierende und Absolventen der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie vier Gesangssolisten, allesamt Stipendiaten verschiedener Einrichtungen wie der Yehudi-Menuhin-Stiftung.

Mit der Vertonung des Lobgesangs der Maria aus dem Lukas-Evangelium, Vers 46 bis 55, schuf Vivaldi (1678–1741) ein prägnantes Werk, dessen Chorsätze durchweg in Moll-Tonarten gehalten sind und einen ernsten Charakter haben. Klar und kraftvoll stimmte der Chor „Magnificat anima mea Dominum“ (Meine Seele erhebt den Herrn) an – und die Solisten antworten im Rezitativ: Gewinnend Sopranistin Julia Bachmann und Mezzosopranistin Anna Bineta Diouf und erhaben der Chor.

Ohne Pause dann der Wechsel zu dem Zeitgenossen Händel (1685–1759). Der barocke Kraftmensch soll sein Oratorium „Messias“ in nur 24 Tagen nach gerade überstandener halbseitiger Lähmung geschaffen haben. Textvorlage waren die von dem Librettisten Charles Jennens arrangierten biblischen Aussagen zu Jesu Christi Prophezeiung und Geburt im ersten Teil, um Kreuztod und Auferstehung geht es in den Teilen zwei und drei.

Gläsker führte den kompletten ersten Teil auf und als Krönung das „Halleluja“ aus dem zweiten Teil. Der Lobgesang aus 50 Kehlen des Chors und der Solisten erhob sich im festlichen D-Dur, breitete sich aus und schwebte im Kirchraum: „Halleluja! Halleluja!“ Gänsehaut pur im Stehen – wie in England üblich. Nicht enden wollender Applaus war der verdiente Lohn an alle Akteure.

Von Jürgen Zimmer

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