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Stummer Protest gegen
den Wahlstand der AfD

Burgwedel Stummer Protest gegen
den Wahlstand der AfD

Zu einem stummen Protest haben sich gestern vier junge Leute neben dem Wahlstand der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland auf dem Wochenmarkt in Großburgwedel eingefunden.

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Schweigender Protest gegen den AfD-Wahlstand: Junge Demonstranten zeigen Auszüge aus dem Grundgesetz.

Quelle: Frank Walter

Großburgwedel. Dicht an dicht hatten die Parteien gestern ihre Wahlstände in der Fußgängerzone aufgebaut – am vorletzten Markttag vor der Kommunalwahl keine Überraschung. Eine Überraschung erlebten allerdings die Vertreter der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), die sich ebenfalls eingereiht hatten: Eine Viertelstunde nachdem sie ihren Wahlstand vor der Bücherei bezogen hatten, postierten sich vier junge Leute einige Meter entfernt zum stummen Protest.

Die Aktivisten hielten Zettel mit den Artikeln 1 und 3 des Grundgesetzes hoch. Sie selbst hätten kein Parteibuch, seien lediglich „andersrum besorgte Bürger“, die die Äußerungen der AfD nicht unkommentiert lassen wollten, sagte einer. „Wir halten hier nur das Grundgesetz hoch und stehen so lange hier, wie die da stehen“, fügte sein Nachbar hinzu. Viele Passanten und Vertreter anderer politischer Parteien zollten den jungen Aktivisten Respekt, es waren allerdings auch einzelne kritische Stimmen zu hören. Der AfD-Landesvorsitzende Armin Paulus Hampel nahm den Protest gelassen: Die Aktion sei „super“, da könne man auch selbst „voll hinter stehen“.

Trotz der entspannten Situation vor Ort könnte die Aktion für die jungen Protestler möglicherweise ein Nachspiel haben: Die Polizei notierte sich die Personalien des „Versammlungsleiters“. Nun müsse die Region als Versammlungsbehörde prüfen, ob es sich um eine zulässige Spontanversammlung oder aber eine anmeldungspflichtige Demonstration gehandelt habe, so ein Kommissariatssprecher.

Von Frank Walter

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