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Rainer Fredermann ist neuer Ratsvorsitzender

Burgwedel Rainer Fredermann ist neuer Ratsvorsitzender

Der Rat der Stadt Burgwedel hat sich am Dienstagabend konstituiert. Zum neuen Ratsvorsitzenden wählte das Plenum mit großer Mehrheit Rainer Fredermann (CDU). Bei der Wahl seines Stellvertreters und der Reihung der stellvertretenden Bürgermeister gab es jedoch Diskussionen.

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Hauptamtsleiter Götz-Gero Moeller übergibt dem neuen Ratsvorsitzenden Rainer Fredermann die Unterlagen für die konstituierende Sitzung am Dienstagabend.

Quelle: Carina Bahl

Burgwedel. „Aus meiner Sicht war das eine harmonische Sitzung“, bilanzierte Burgwedels neuer Ratsvorsitzender Rainer Fredermann (CDU) die Premiere am Dienstagabend. Mit 31 Ja-Stimmen war der Rat dem Vorschlag der CDU/FDP-Gruppe gefolgt, den Wettmarer zum Vorsitzenden zu wählen. Fredermann ist seit 20 Jahren kommunalpolitisch in Burgwedel aktiv, sitzt seit 2013 im Landtag und seit 2011 in der Regionsversammlung.

„Es ist ja durchaus Gepflogenheit in vielen Parlamenten, dass die zweitstärkste Fraktion den Stellvertreter benennt“, leitete der SPD-Fraktionsvorsitzende Joachim Lücke seinen Vorschlag für Hans-Joachim Rödiger ein. Aber weit gefehlt: Die CDU/FDP-Gruppe schaffte es mit ihrer absoluten Mehrheit, auch diesen Posten aus den eigenen Reihen zu besetzten: Als Fredermanns Stellvertreterin agiert ab sofort FDP-Chefin Isa Huelsz.

Einigkeit herrschte bei der Frage, wie viele ehrenamtliche Bürgermeister es geben solle: drei. „Ich denke, auf eine Reihung können wir wieder verzichten“, sagte Bürgermeister Axel Düker (SPD). So müsse die Verwaltung nicht jeden anrufen – sondern die drei Ehrenamtlichen würden gleichberechtigt und je nach Zeit und Interessen die repräsentativen Aufgaben wahrnehmen können. „Ich traue jedem aus diesem Rat zu, die Stadt zu repräsentieren.“

Die warmen Worte des Rathauschefs nutzten aber wenig. „Ich gebe Ihnen Recht. Das könnte man so tun. Wir wollen aber eine Reihung haben“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Sebastian Müller. Thorsten Rieckenberg (CDU), Verena Itzel-Kietzmann (FDP) und Bedri Özdemir (SPD) waren nach vorheriger Absprache zwischen den Fraktionen ins Rennen geschickt worden. „Wenn wir eine Reihung haben, dann sollte diese auch dem Wahlergebnis entsprechen“, forderte Lücke, Özdemir doch wenigstens als zweiten stellvertretenden Bürgermeister einzusetzen. „Das wäre nur fair“, ergänzte Rudolf Gutte (Unabhängige).

Aber nein. Auch hier demonstrierten CDU und FDP den Vorteil ihrer Gruppenbildung: Mit 18 Stimmen untermauerten sie ihre Forderung, Özdemir rückte auf Platz 3 der ehrenamtlichen Bürgermeister. „Theoretisch hätten wir auch alle drei Bürgermeister selbst stellen können“, erklärte Fredermann am Tag nach der Sitzung. Darauf habe man  verzichtet. Aber: Bei der Verteilung der repräsentativen Termine sei eine Reihung durchaus wichtig für CDU und FDP. In der vergangenen Ratsperiode habe es keinen ehrenamtlichen SPD-Bürgermeister gegeben, den man aus dem Rathaus heraus stets als ersten hätte losschicken können. Das ist jetzt anders. „Und wir wollen Herrn Düker gar nicht erst in Versuchung bringen“, so Fredermann.

Von Carina Bahl

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