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Raumordnung: Gewerbe nicht beschränken

Burgwedel Raumordnung: Gewerbe nicht beschränken

Weniger Einschränkungen für die Gewerbeentwicklung wünscht sich die Stadt Burgwedel im neuen Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP). In SAchen Windkraftstandort bei Fuhrberg sollen zudem die Bürger gehört werden.

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Im Süden von Fuhrberg soll das Vorranggebiet für Windkraftanlagen vergrößert werden.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Das neue RROP setzt für zehn Jahre den Rahmen für die Entwicklung von Siedlungsstruktur, Einzelhandel, Rohstoffgewinnung und so weiter. Das umfängliche Werk ist in allen Regionskommunen beraten worden - Frist für die Stellungnahme ist der 30. November.

In Burgwedel reicht dieser Zeitrahmen nicht aus. Erst in dieser Woche hat die Stadtverwaltung ihre Stellungnahme im Planungs- und Tiefbauausschuss präsentiert, der nun in puncto Windkraft ein Hintertürchen offen lassen will.

Darum geht es: Die bisherige Vorrangfläche im Süden Fuhrbergs soll laut RROP-Entwurf von 53 auf 89 Hektar erweitert werden. „Einen ganzen Wald von aufflackernden Lampen wollen wir den Fuhrbergern nicht zumuten“, sagt Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer (CDU). Seiner Forderung, bei einer Informationsveranstaltung die Meinung der Bürger einzuholen, stimmte der Ausschuss einmütig zu. Auch Heinz Visel, obwohl er als Geschäftsführer der Burgwedeler Wind GmbH klarstellte, dass sich bei neuen Anlagen eine Nachtbefeuerung werde vermeiden lassen. Zudem müssten die Projektträger ohnehin die Bürger beteiligen.

Trotzdem: Bei der Region soll die Stadtverwaltung nun das Okay einholen, dass Burgwedel in Sachen Windkraft von seiner zustimmenden Stellungnahme noch nachträglich abweicht, falls die Bürger Bedenken äußern.

Die übrigen Änderungswünsche betreffen die Gewerbegebiete. Das Heranrücken sogenannter „Vorranggebiete Freiraumfunktion“, in denen Bauen ausgeschlossen ist, bis an deren jetzige Grenzen „macht die Entwicklung tot“, lauteten warnende Stimmen aus der CDU-Fraktion. Eine Ausdehnung der Gewerbegebiete Fuhrberg und Kleinburgwedel Richtung Westen solle nicht eingeschränkt werden. In Großburgwedel stoßen betreffende Vorgaben nördlich und westlich von Rossmann bei der Stadtverwaltung auf Skepsis. Dies sei „der einzige Bereich im Stadtgebiet, auf dem eine großflächige Gewerbeansiedlung mit einer hervorragenden Anbindung an die Autobahn möglich ist“.

Das letzte Wort über das Raumordnungsprogramm wird die Regionsversammlung haben - vermutlich im kommenden Frühjahr.

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