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Viel Lob für die "kleine" Würmsee-Kur

Burgwedel Viel Lob für die "kleine" Würmsee-Kur

Aussichtsterrasse, neue Bänke mit freiem Blick aufs Wasser und Inseln, wo schon längst keine mehr waren: Aus Sicht von Ortsbürgermeister Jürgen Schodder stellen bereits die ersten Etappen der Kur für den Würmsee einen „Meilenstein“ dar.

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Sie sind Stammbesucher am Würmsee: Irmtraud und Artur Klose genießen die Abenstunden auf ihrer neuen Lieblingsbank.

Quelle: Martin Lauber

Kleinburgwedel. Seit 2011 habe Kleinburgwedels Ortsrat massiv Druck ausgeübt, dass die Verlandung gestoppt und das Erscheinungsbild verbessert wird – was Schodder bei einem Ortstermin des Ortsrates in dieser Woche mit einem dicken Aktenordner belegte.

Mehrere geschützte Vogelarten Lob für die „kleine“ Würmsee-Lösung gibt es auch vom anerkannten Ornithologen Konrad Thye. Die Stadt Burgwedel, die seit 2016 Pächterin des Gewässers ist, habe gut daran getan, sich von den hochtrabenden Plänen zu verabschieden, den See für fast eine halbe Million Euro zum Naherholungsgebiet von regionaler Bedeutung umzugestalten. Denn um die wahren Schätze des Würmsees zu entdecken, brauche man „keine Event-Location“ mit Aussichtsturm und Naturerlebnisspielplatz, sondern vor allem Ruhe, viel Geduld – und möglichst ein gutes Fernglas.

Der Großburgwedeler hat in den vergangenen fünf Jahren eine Artenliste über die Würmsee-Fauna geführt. Darauf sind auch geschützte Vogelarten von der Roten Liste, die Thye zu deren Schutz aber partout nicht nennen möchte. So viel verrät er: Graugänse und Blesshühner, Grau- und Silberreiher und bisweilen Kraniche, die am Schilfsaum auf Nahrungssuche sind, gibt es zu entdecken. Mit dem Fernglas lasse sich mit etwas Glück auch der seltene Zwergtaucher beobachten. Für weitere Vogelarten aus den Fuhrberger Wäldern sei der Würmsee Beutegewässer, in seltenen Fällen sogar für den Seeadler.

Dass die Stadt Uferbereiche des Sees freischneiden ließ, begrüßt Thye. Denn einige Vogelarten seien, weil sie wegen des Weidenwildwuchses keinen Brutplatz mehr fanden, schon rückläufig. Und weil die durch Verlandung entstandenen Landbrücken zu drei Inseln vor dem Südufer beseitigt wurden, seien dort die Gelege von Gänsen und Enten nun sicherer.

Frischluft für den Seegrund Um den Schutz von Bodenbrütern geht es auch Burgwedels Umweltkoordinator Malte Schubert bei der geplanten Aufstellung von sieben Schildern, die auf den Anleinzwang für Hunde während der Brut- und Setzzeit ab 1. April hinweisen. Viele Hundebesitzer stellten sich unwissend, so Schubert.

Weitere Etappen der Würmsee-Kur sind geplant. In den flachen Uferzonen im Nordosten soll der Seegrund ausgebaggert werden, damit das Gewässer im Sommer nicht trockenfällt. Möglicherweise werde das Sediment vorher belüftet, um biologische Prozesse in Gang zu setzen, die dessen organische Belastung senken. Denn je höher diese sei, umso teurer werde die Entsorgung des Schlamms.

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Fotostrecke Burgwedel: Viel Lob für die "kleine" Würmsee-Kur

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Von Redakteur Martin Lauber