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Ade wegwerfen - jetzt reparieren Helfer

Großburgwedel Ade wegwerfen - jetzt reparieren Helfer

Der Anfang ist gemacht. Mehr als 20 Geräte haben das erstmals geöffnete Repair-Café Burgwedel erfolgreich durchlaufen. Sie wurden entstaubt, auf- und zugeschraubt, geölt und wieder in Gang gebracht. Einmal im Monat steht dafür sonnabends der neue Treff in der Seniorenbegegnungsstätte an der Gartenstraße 10 offen.

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Trubel herrscht beim ersten Repair-Café in der Seniorenbegegnungsstätte in Großburgwedel.

Quelle: Kallenbach

Großburgwedel. Den nächsten Termin können sich interessierte Burgwedeler schon notieren. Am Sonnabend, 6. April, von 14 bis 17 Uhr stehen die ehrenamtlichen „Schrauber“ am gleichen Ort wieder bereit und reparieren. Die beiden Initiatoren aus Großburgwedel, Klaus Schubert und Günter Schroeder, sind dankbar, dass die Stadt Burgwedel dem Repair-Café die Räumlichkeiten dort überlassen. Es passt gut: „Sonnabends ist die Begegnungsstätte frei, und auch unsere Helfer haben sonnabends am besten Zeit“.

Das galt ebenso für die Besucher, die Fahrräder, Elektrogeräte, Nähmaschinen, Toaster und einen Diaprojektor zur Reparatur heranbrachten. „Die ersten standen schon um 12.30 Uhr vor der Tür“, berichtet Schröder. Die „Kunden“ und die Organisatoren eint eine Überzeugung: Man möchte das Leben liebgewonnener und praktischer Gegenstände verlängern, in ökologischen Zusammenhängen auch Nachhaltigkeit genannt.

Reparieren im Treff statt Wegwerfen heißt das Motto schon im Repair-Café Wedemark, das seit einem Jahr erfolgreich in den Dörfern aktiv ist, und noch länger im Langenhagener Repair-Café. Auch in Burgwedel macht man jetzt aus der (Reparatur)-Not eine Tugend.

Ein alte Profi-Haarschneidemaschine von 1930 ist das gute Stück, das an diesem Sonnabend Lothar Heinrich aus Großburgwedel dem Hobby-Monteur Helmut Rehe überlässt. Sein Schwiegervater sei Friseur gewesen, erzählt Heinrich. Er nimmt das Gerät heil wieder mit und will es für Ausstellungen zur Verfügung stellen. Ein Ausnahmestück im Reparaturbetrieb ist diesmal eine alte, gestrickte Trachtenjacke – das passende Reparaturmaterial dafür wird noch gesucht.

Die Initiative startet erst, aber das mit Bravour. Am Sonnabend sind zwölf aktive Helfer plus zwei Küchendienstler für Kaffee und Kuchen dabei. Klaus Schubert sieht sich zuvorderst als Organisator. „Man muss ja erst einmal eine Struktur schaffen“, verdeutlicht er und sortiert die Reparatur-Blätter, die alles dokumentieren. Ob die Initiative sich einmal in einen Verein wandelt, das will man mal abwarten und sich auch mit anderen darüber austauschen.

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Fotostrecke Burgwedel: Ade wegwerfen - jetzt reparieren Helfer

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