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Am Montag wird es richtig eng

Großburgwedel Am Montag wird es richtig eng

Für Tiefgaragen-Bauer ist Großburgwedel ein schwieriges Pflaster – das werden am Montag, 15. August, auch Autofahrer in der Meineworth zu spüren bekommen.

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Rossmann-Bauleiter Hasan Kaya steht am Rand der 4,20 Meter tiefen Baugrube.

Quelle: Frank Walter

Großburgwedel. An diesem Montag gab es schon mal einen Vorgeschmack auf das, was Autofahrer am nächsten Montag auf der Ortsdurchfahrt zwischen Autobahn und Zentrum erleben werden: Weil der Baustellenverkehr für die neue Rossmann-Immobilienzentrale eine Fahrspur blockierte, musste der Durchgangsverkehr per handgeschalteter Baustellenampel geregelt werden. Passiert das bisher nur stundenweise, so sollten Autofahrer den Bereich am Montag, 15. August, am besten ganztags meiden. Denn dann werden Schlag auf Schlag 90 Betonmischer-Fuhren erwartet, um die Bodenplatte für den dreigeschossigen Bau zu gießen. Enorme 700 Kubikmeter wasserdichter Beton sind für den 60 Zentimeter dicken Sockel nötig, dem 100 Tonnen Bewehrungsstahl Stabilität verleihen.

Riesig ist das Areal, von dem aus ab Sommer 2017 rund 20 Mitarbeiter der Rossmann-Immobiliengesellschaft 120 Objekte des Unternehmens betreuen und verwalten und alljährlich etwa 25 neue Marktstandorte entwickeln sollen. Doch wer sich auf dem Grundstück näher umguckt, merkt, wie eng es tatsächlich zugeht. Das liegt nicht nur an Großburgwedels zurzeit größter Baugrube für die neue Tiefgarage, die metertief im Boden versenkte Betonpfähle, dicke Kanthölzer und Spritzbeton absichern. Der komplette vordere Bereich des Grundstücks, auf dem ansonsten Betonmischer und -pumpe stehen könnten, ist Geräten für die Entwässerung vorbehalten.

"In Großburgwedel steht das Grundwasser sehr hoch. Das macht den Bau der Tiefgarage so aufwändig“, erläutert Rossmann-Bauleiter Hasan Kaya – die im übrigen erst Tiefgarage Nummer 3 in der Kernstadt wird. An sechs Brunnen wird der Grundwasserspiegel gesenkt. Das stark eisenhaltige Wasser muss eine Enteisenungsanlage durchlaufen, die auch containergroße Absetzbecken umfasst, ehe es in den Regenwasserkanal abgeleitet wird. Um den Bäumen nicht das Wasser abzugraben, müssen diese bewässert werden – den Zustand vor Baubeginn hatte ein Sachverständiger dokumentiert. Um Schäden auch an Gebäuden zu verhindern, sind die Vorgaben genau gefasst: Maximal 3360 Kubikmeter dürfen laut Erlaubnis der Region täglich gefördert werden.

Selbst für Bauleiter Kaya sind die Dimensionen der Baustelle beachtlich: "Für manchen dürfte das aussehen, als ob Burgwedel eine U-Bahn bekommt.“

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Fotostrecke Burgwedel: Am Montag wird es richtig eng

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Von Frank Walter

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