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Rudolf Gutte ist zurück im Rat

Burgwedel Rudolf Gutte ist zurück im Rat

Ex-Sozialdemokrat Rudolf Gutte kehrt für das letzte Jahr der laufenden Wahlperiode als Unabhängiger in den Burgwedeler Rat zurück. Der Streiter für das Mahnmal löst den amtsmüden Friedrich Wolff ab.

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Rudolf Gutte kehrt als Unabhängiger zurück in den Burgwedel Rat.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. „Welcome back“, so begrüßte die Ratsvorsitzende Ortrud Wendt den 77-jährigen Gutte, der bereits von 1991 bis 1996 dem Gemeinderat sowie von 2006 bis 2011 dem Rat der Stadt und parallel dem Ortsrat Großburgwedel angehört hatte. In beiden Gremien hatte er sich mit Nachdruck gegen die „anfängliche konzeptionelle Schieflage des Mahnmalkonzepts“ und letztlich erfolgreich für eine Berücksichtigung aller NS-Opfergruppen starkgemacht. Über den überregional bekannt gewordenen Mahnmalstreit will Gutte, der auch in der Arbeitsgruppe Stolpersteine mitwirkt, ein Buch veröffentlichen.

Nachdem ihn die SPD 2011 nicht mehr für ein Ratsmandat aufgestellt hatte, gab er nach 54 Jahren sein Parteibuch zurück und hob gemeinsam mit Mitgliedern der Burgwedeler Wählergemeinschaften Die Unabhängigen aus der Taufe. Gutte damals: „Die Burgwedeler Konsenspolitik muss beendet werden. Sie dient nur dazu, die Herrschaft einer Partei zu zementieren und degradiert die Sitzungen der Ausschüsse und des Rates der Stadt zu reinen Akklamationsveranstaltungen.“

Mittlerweile klingt der 77-Jährige nicht mehr ganz so kämpferisch. Unter anderem wolle er die Initiative für einen Seniorenbeirat wiederbeleben, erklärte er. In seine erste Ratssitzung hat Gutte am Donnerstag auch schon seinen ersten Antrag mitgebracht: Als Einzel-Ratsherr ohne Fraktion will er in einem Ausschuss als beratendes Mitglied mitwirken. Vorgänger Friedrich Wolff hatte den betreffenden Paragrafen 71.4 der Kommunalverfassung offenbar nicht für sich reklamiert und erklärte seinen Rückzug am Donnerstag auch damit, dass er ohne Sitz in den Ausschüssen nur geringen Einfluss auf die politische Willensbildung gehabt habe. Zudem sei er „nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen worden“. Als Aktivist gegen den Wettmarer Supermarkt hatte Wolff vor zehn Jahren die Wählergemeinschaft Wettmarer Bürger (WWB) mitgegründet, aus der sich Die Unabhängigen zum Teil rekrutieren.

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