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SPD will rot-grün plakatieren

Burgwedel SPD will rot-grün plakatieren

Burgwedels Sozialdemokraten rechnen sich für die Kommunalwahl im September Chancen auf deutlich mehr Sitze im Rat aus - auch dank des Bürgermeister-Bonus'. Weil Axel Düker 2014 mit Unterstützung der Grünen an die Stadtspitze gewählt wurde, soll zumindest teilweise rot-grün plakatiert werden.

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Einstimmig votiert Burgwedels SPD-Ortsverein für die Resolution: Der Iraker soll in Niedersachsen bleiben dürfen.

Quelle: Lauber

Burgwedel. Neun Mandate, nur halb so viele wie die CDU, hat die SPD derzeit im Rat der Stadt. "Aber das ist deutlich zu verbessern", zuversichtlich schloss Düker in der von (nur) 24 seiner Parteifreunde besuchten Mitgliederversammlung am Mittwochabend seinen Rechenschaftsbericht ab - auf den Tag genau zwei Jahre nach seinem Dienstantritt im Rathaus als hauptamtlicher Bürgermeister.

Die Burgwedeler Bürger hätten in dieser Zeit den nun stärker auf Dialog angelegten Politik- und Verwaltungsstil zur Kenntnis genommen. "Wir haben gezeigt, dass wir es können", resümierte Düker und nannte unter anderem die gemeinsam mit allen Fraktionen sowie den Nachbarkommunen verhinderte Y-Trasse und die Verbannung der Stromautobahn Südlink unter die Erde. Außerdem: "Wir haben eine IGS versprochen, und wir haben es hingekriegt." 

Kassiererin Karin Beckmann, die wie der komplette, von Joachim Rödiger geführte Parteivorstand im Amt bestätigt wurde, rechnete ihren Genossen vor, dass der SPD-Ortsverein sich den bevorstehenden Wahlkampf werde leisten können. "Personen werden wir nicht plakatieren", gab Rödiger den Stand der Überlegungen bekannt. Mit dieser Einschränkung: "Punktuell wollen wir gemeinsam mit den Grünen auf Großplakaten mit dem Bürgermeister werben."

Alle Entwürfe zum Wahlkampfprogramm würden den Mitgliedern über E-Mail-Verteiler frühzeitig zur Diskussion gestellt, kündigte Rödiger an. Für Mai sei die Wahlkreiskonferenz geplant, bei der für die beiden Rats-Wahlkreise jeweils 12 Kandidaten aufgestellt werden sollen. Insbesondere für die Ortsrat-Listen aber gebe es bisher zu wenige Bewerber. Wer als Burgwedeler Kandidat für den Bereich Langenhagen-Isernhagen-Burgwedel für die Regionswahl vorgeschlagen werden soll, das hat die Mitgliederversammlung bereits festgelegt: Andreas Strauch, zurzeit stellvertretender Vorsitzender der SPD-Regionsfraktion, und Bedri Özdemir.

Nur jeder dritte Genosse in Burgwedel ist unter 60

Ohne einen aktuellen 29-jährigen Neuzugang aus dem Raum Soltau hätte die SPD Burgwedel derzeit gar kein Mitglied unter 30. Und auch nur ein rundes Drittel der Genossen ist unter 60 Jahre alt, so die Statistik zur Altersstruktur, die Mitgliederwart Andreas Strauch vorstellte. Und weiter: Von den 128 Parteimitgliedern - drei mehr als vor Jahresfrist - seien 11 Prozent 80 Jahre oder älter, 34,6 Prozent zwischen 70 und 79 Jahre alt und 23,6 Prozent zwischen 60 und 69 Jahren. Jubiläen wie die von Uli Sinner, der am Mittwochabend für ein halbes Jahrhundert in der sozialdemokratischen Partei geehrt wurde, werden sich in den nächsten Jahren denn wohl auch häufen. Sinner war 20 Jahre lang Kassierer des Ortsvereins, prüft als Revisor die Kassenführung seiner Nachfolgerin und war fünf Jahre Mitglied im Ortsrat Großburgwedel.

Resolution: 24-jähriger Jeside Khaire soll bleiben dürfen

Einstimmig wurde eine Resolution  an die Landesregierung beschlossen: Sie soll dem in Großburgwedel lebenden Jesiden Khaire Fahad Aleyas Schutz gewähren, bis in dessen nordirakischer Heimat die Feindseligkeiten beendet sind.  Aleyas Familie ist dem Terror der IS-Milizen, dem Tausende Jesiden zum Opfer fielen, entkommen und lebt seit 2014 in einem Zeltlager. Um der Abschiebung nach Bulgarien gemäß dem Dublin-Abkommen zu entgehen, wo er auf seiner Flucht nach Deutschland inhaftiert und beraubt worden war, hat Aleyas seine "freiwillige" Ausreise in seine Heimat beantragt. Ein Gebot der Menschlichkeit wäre es aber, dem 24-Jährigen mit Bachelor-Abschluss in Physik ein Aufbaustudium in Niedersachsen zu ermöglichen, sagt SPD-Ratsherr und Parteivize Bedri Özdemir, der die Resolution initiiert hat, in der vor der "vollständigen Eleminierung der jesidisch-christlichen Minderheit im Nordirak" gewarnt wird. 

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