Volltextsuche über das Angebot:

18°/ 7° wolkig

Navigation:
Sensation: Düker gewinnt Bürgermeisterwahl

Burgwedel Sensation: Düker gewinnt Bürgermeisterwahl

Riesenüberraschung in Burgwedel: In der CDU-Hochburg hat SPD-Kandidat Axel Düker die Bürgermeisterwahl mit 51,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Der 40-Jährige setzte sich gegen Björn Hoppenstedt (CDU) durch, der 48,4 Prozent erhielt.

Voriger Artikel
Domina-Studio unterm Hammer
Nächster Artikel
Blitzstart für neuen Rathauschef in Burgwedel

Der Sieger Axel Düker (SPD, im orangefarbenen Pullover) feiert den Sieg im Kreis seiner Anhänger.

Quelle: Matin Lauber

„Ich habe mit allem gerechnet. Aber dass wir diese Stadt rocken werden, ist einfach unglaublich. Man muss es einfach machen“, sagte Düker nach dem ersten Jubel im überfüllten SPD-Haus und der ersten Umarmung seiner Ehefrau Alexandra.

__________________________________________________

__________________________________________________

__________________________________________________

Die CDU hat verloren

Viele Burgwedeler wollten keine Fortsetzung der Hoppenstedt-Dynastie. Warum die CDU die Wahl verlor:  Ein Kommentar von HAZ-Redakteur Bernd Haase.

Bis auf Thönse, Engensen und Oldhorst hat der 40-Jährige in allen Ortsteilen die Wahl gewonnen – im sonst CDU-dominierten Wettmar sogar mit 63,5 Prozent. Das war wohl auch der Situation geschuldet, dass CDU-Kandidat Björn Hoppenstedt den bereits nominierten Wettmarer Michael Kranz im notwendigen zweiten Wahlgang der Kandidatenkür aus dem Rennen geworfen hatte. Dass die SPD den Fehlstart von Hoppenstedt nie für ihren Wahlkampf ausgeschlachtet habe, sei honoriert worden, freute sich SPD-Chef Jochen Rödiger.

„Die Enttäuschung ist groß“, kommentierte CDU-Mann Björn Hoppenstedt seine Niederlage, als er um 19.05 Uhr bei den rund 50 Parteianhängern im Gasthaus Am Markt eintraf – die erste Stunde der Auszählung hatte er bei der Familie verbracht. Nach einem holprigen Start habe der Partei leider das letzte Quäntchen Geschlossenheit gefehlt, sagte er mit Blick auf die Ergebnisse in den Ortschaften. „Aber ich bin angetreten, und ich habe die Wahl verloren.“ Laut Burgwedels CDU-Chef Rainer Fredermann habe man es nicht geschafft, die Wähler zu mobilisieren. Das Votum für Düker sei „keine kluge Entscheidung für Burgwedel“. Dieser werde sich im Rat immer Mehrheiten suchen müssen, das könne „eine Zeit des Stillstands“ sein. „Klar, dass ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht hätte“, sagte Ex-Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt (MdB).

Sensationell hat der SPD-Kandidat Axel Düker die Bürgermeisterwahl in der CDU-Hochburg Burgwedel gegen Björn Hoppenstedt gewonnen.

Zur Bildergalerie

19.00 Uhr : Nun ist die Sensation amtlich: SPD-Kandidat Axel Düker gewinnt die Bürgermeisterwahl mit 51,6 Prozent der Stimmen.

18.55 Uhr : Immer noch fehlt ein Wahlbezirk, aber Düker hat mittlerweile einen komfortablen Vorsprung von 379 Stimmen.

18.50 Uhr: Immer noch kein Endergebnis, aber Riesenstimmung bei der SPD. "Wir wollen Wettmar noch mal sehen." Dort hat die Düker 63,5 Prozent der Stimmen geholt.

18.45 Uhr : Es fehlen nur noch die Briefwahlergebnisse. Axel Düker (SPD) führt weiterhin und steht vor der Sensation.

18.42 Uhr: Bei der SPD wird jedes Zwischenergebnis frenetisch beklatscht. Die Bundestagsabgeordnete Caren Marks feiert mit. Landtagabgeordneter Marco Brunotte telefoniert mit Regionspräsident Hauke Jagau. "Das ist legendär", schreit Brunotte ins Telefon.

18.39 Uhr: CDU-Stadtverbandschef Rainer Fredermann bekennt noch vor dem offiziellen Endergebnis: "Das Ding ist gelaufen."

18.38 Uhr: "Der Bürger entscheidet. Das müssen wir akzeptieren", ist die erste Reaktion eines CDU-Anhängers im Gasthaus Am Markt gewesen, als er erste Zwischenergebnisse sah.

18.32 Uhr: Gerade kommen keine neuen Zahlen rein. Wir warten.

18.24 Uhr: Es ist ein unerwartet spannender Abend. Gelingt Axel Düker die Sensation? Der SPD-Kandidat führt nach 20 von 25 Wahlbezirken mit 53,3 Prozent.

18.19 Uhr: Bahnt sich hier eine Sensation an? Nach 14 ausgezählten Wahlbezirken führt Düker mit 52,2 Prozent vor dem Favoriten Hoppenstedt.

18.14 Uhr: Es geht Schlag auf Schlag: Nach zehn ausgezählten Wahlbezirken führt Axel Düker mit 1404 Stimmen, Hoppenstedt hat 1256.

18.11 Uhr: Das erste Ergbnis liegt vor: Erwartungsgemäß hat Oldhorst mit seinen 92 Wahlberechtigten am schnellsten ausgezählt. 31 Stimmen für Hoppenstedt, 24 für Düker.

18.10 Uhr: Die Anhänger der CDU treffen sich im Gasthaus Am Markt, Sympathisanten von SPD und Grünen im SPD-Haus. Spannend dürfte es auch im Rathaus zugehen, wo sich jeder die Ergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken live am Bildschirm ansehen kann.

18.05 Uhr: Gibt es eine Mehrheit für den CDU-Bewerber, dann wäre es der dritte Bürgermeister namens Hoppenstedt in Burgwedel in Folge. Onkel Karsten Hoppenstedt war vor fast genau 40 Jahren zum ersten, noch ehrenamtlichen Bürgermeister der damals neu formierten Gemeinde Burgwedel gewählt worden.

18.00 Uhr : So, nichts geht mehr: Die Wahllokale sind geschlossen. Nun werden die Stimmen ausgezählt.

17.47 Uhr: Die heutige Wahl ist notwendig geworden, weil der ehemalige Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt im Herbst 2013 in den Bundestag gewählt worden ist.

17.34 Uhr: Da heute zwei Kandidaten bei der Wahl antreten, wird es heute in jedem Fall einen neuen Bürgermeister geben. Tritt etwa nur ein Kandidat an, muss dieser mehr Ja- als Neinstimmen erhalten, und es müssen mehr als 25 Prozent aller Wahlberechtigten mit Ja stimmen (aber das ist nur ein kleiner Ausflug ins Wahlrecht).

17.16 Uhr: Bei der vorangegangenen Bürgermeisterwahl in Burgwedel am 12. September 2011 gewann Hendrik Hoppenstedt für die CDU mit 73,1 Prozent vor Karin Beckmann (SPD) mit 26,9 Prozent.

16.48 Uhr: Trotz Traumwetter, Hunderter von Plakaten und bienenfleißiger Kandidaten auf beiden Seiten – Axel Düker für Rot-Grün und Björn Hoppenstedt für Schwarz-Gelb – hat die Mehrheit der 17.030 Wahlberechtigen bis 16 Uhr nicht an die Wahlurnen gefunden. 5980 Burgwedeler warfen ihren Stimmzettel in die Wahlurne, 1485 wählten per Brief – zusammen reicht das bisher erst für eine Wahlbeteiligung von 43,8 Prozent.

Birgit Blaschke gibt in der Grundschule Großburgwedel ihre Stimme ab. „Die Bürgermeister-Wahl ist mir wichtig“, sagt sie, für die Geschicke der Stadt sei er die zentrale Person.

Quelle: Stefan Bürgel

16.16 Uhr: Die Kandidatur des 40-jährigen SPD-Ratsfraktionsvorsitzenden Axel Düker wird auch von Burgwedels Grünen und von den nur wenige Mitglieder zählenden Unabhängigen unterstützt. Der Großburgwedeler vertritt zudem in seiner Ortschaft den Ortsbürgermeister. Seine kommunalpolitische Laufbahn begann Düker im Stadtbezirksrat Vahrenwald-List, seit 2011 arbeitet er im Rat der Stadt Burgwedel mit.

16.15 Uhr : Die Burgwedeler haben die Wahl zwischen zwei Kandidaten: Jurist Björn Hoppenstedt geht für die CDU mit Unterstützung der Liberalen ins Rennen. Er war bisher als Kreisrat in Winsen für Bauen und Umwelt im Landkreis Harburg zuständig. Der 39-Jährige ist der jüngere Bruder des bisherigen Bürgermeisters Hendrik Hoppenstedt, der im September in den Bundestag gewählt worden war und bei seiner Wiederwahl als Bürgermeister 2011 mit mehr als 73 Prozent für jeglichen Nachfolger die Latte sehr hoch gelegt hatte.

14.40 Uhr: Unter blauem, bisweilen sonnigem Himmel hat die Bürgermeister-Wahl in Burgwedel heute Vormittag eher verhalten begonnen. Die erste offizielle Zahl über die Wahlbeteiligung gab es um 11 Uhr: Da hatten in den 24 Wahllokalen erst 10,8 Prozent der 17.059 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Gegen 16 Uhr wird der dann aktuelle Zwischenstand veröffentlicht.

mal/sbü/wal

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wahl in Burgwedel

Das Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl in Burgwedel ist eine kleine Sensation. Doch nicht die SPD hat gewonnen, die CDU hat verloren. Ein Kommentar von HAZ-Redakteur Bernd Haase.

mehr
Mehr aus Nachrichten
doc6pu23gnb1qs1ey6stmjo
Hauptsache Singen – und zwar gemeinsam

Fotostrecke Burgwedel: Hauptsache Singen – und zwar gemeinsam