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Schateke: Kneipe raus, Café-Bistro rein

Großburgwedel Schateke: Kneipe raus, Café-Bistro rein

Noch ’ne Kneipe weniger in Großburgwedels Mitte: Nach dem Chapeau hat nun auch nach rund 25 Jahren die Schateke am Amtshof dichtgemacht. Ein hochwertiges Café-Bistro soll die Lücke füllen.

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Hier wird kein Bier mehr ausgeschenkt:
Ahmet Dinc hat die Schateke geschlossen.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Ende der Siebzigerjahre hatte in dem einstigen Brauereigebäude eine Teestube die jungen Burgwedeler gelockt, aber vor circa 25 Jahren wurde das Lokal zur Schateke - mit wechselnden Wirten, schummrigem Kneipenlicht, viel dunklem Holz und antikem Interieur.

Für all diese Gegenstände - alte Schreibmaschinen, Röhrenradios, Kirchenbänke und sogar einen 150 Jahre alte Sandsteinbrunnen-Umrandung - sucht Ahmet Dinc jetzt neue Besitzer. Der Gartenbauer hat die Kneipe während der letzten dreieinhalb Jahre neben seinem Hauptberuf geführt. Als jetzt die Verlängerung des Mietvertrags anstand, hat er sich für das Gartendesign entschieden und am 27. Juli das Kapitel Schateke für immer geschlossen.

„Das tut natürlich ein bisschen weh“, sagt Dinc, der früher einmal an der Von-Alten-Straße eine gut gehende Salatbar hatte. Jetzt, mit 51 Jahren, wolle er in puncto Arbeit auch mal ein bisschen kürzer treten. Zehn Container hat er in den letzten Tagen unter anderem mit der alten Holz-Wandverkleidung der Schateke gefüllt - für Mitte August ist die Übergabe der Räume geplant.

Vermieterin Antje Bannasch hat nach eigener Aussage bereits eine neue Pächterin unter Vertrag: eine Konditormeisterin mit viel Berufserfahrung in der Selbstständigkeit. Beide Frauen haben am Amtshof - schräg gegenüber der VHS - Großes mit der einstigen Gaststätte vor.

Nach Aussage der Hausbesitzerin ist ein hochwertiges Café-Bistro mit eigener Backstube geplant, das schon morgens um 6.30 Uhr öffnen soll und einen Mittagstisch anbietet. „So etwas fehlt hier“, ist sie überzeugt und hat dabei nicht nur die Beschäftigten der Sparkasse oder des Amtsgerichts direkt nebenan im Blick.

Damit das gelingt und das Ambiente stimmt, hat Bannasch eine Innenarchitektin mit der Neugestaltung beauftragt. Die Vermieterin verspricht „schön viel Licht“: „Alles wird heller, neu und modern.“ Sie rechne mit 8 bis 12 Wochen Umbauzeit. Obwohl keine 1-A-Lage, sieht Bannasch das Quartier am Amtshof im Aufwind: Tagespflege und Friseur haben sich neu angesiedelt - und in Aussicht habe sie noch etwas, das zu einem Bistro „sehr gut passt“.

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