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Schmalstieg spricht im Treff

Großburgwedel Schmalstieg spricht im Treff

Prominenter Besuch im IKM-Treff in Großburgwedel: Den nächsten Themenabend wird am 10. Februar der jahrzehntelange Oberbürgermeister von Hannover Herbert Schmalstieg gestalten - und das zur autonomen Region Kurdistan.

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Herbert
Schmalstieg

Quelle: Rainer Surrey (archiv)

Burgwedel. Mit Herbert Schmalstieg gestaltet am Mittwoch, 10. Februar, ab 19 Uhr ein wahrer Kurdistan-Kenner den Themenabend im IKM-Treff an der Von-Alten-Straße 18 in Großburgwedel. Schmalstieg war von 1972 bis 2006 Oberbürgermeister in Hannover, besucht seit den Neunzigerjahren regelmäßig die kurdische Republik. Zudem ist er Vorsitzender des Freundeskreises Hannover-Diyarbakir, der sich seit Jahren für eine Städtepartnerschaft mit der Stadt in der Osttürkei einsetzt. Auch in den vergangenen beiden Jahren waren seine Frau, die ehemalige niedersächsische Justizministerin Heidi Merk, und er mehrmals vor Ort und haben Hilfe organisiert. In einem Interview antwortete Schmalstieg im Mai auf die Frage, „Wann haben Sie das letzte Mal geweint?“, mit dem Satz: „Im Februar in einem Flüchtlingscamp bei der Schilderung von jesidischen Frauen, was sie beim Überfall der IS-Kämpfer erleiden mussten.“

Die autonome Region Kurdistan im Nordosten des Irak hat seit 1992 ein eigenes demokratisch gewähltes Parlament. Die Hauptstadt Erbil entwickelte sich wirtschaftlich und gesellschaftlich dynamisch und übte international Anziehungskraft auf Gäste aus. Im August 2015 kämpfte sich jedoch der „Islamische Staat“ (IS) bis auf 30 Kilometer an die lebendige Großstadt heran. Hunderttausende flüchteten vor dem IS und suchten Zuflucht vor den Verbrechern. Sie mussten ihre Dörfer verlassen, ließen getötete Angehörige zurück. Deutschland hat Soldaten zur Ausbildung von Kämpfern und Waffen in die Region geschickt. In der angrenzenden Osttürkei liefern sich trotz der Bedrohung durch den IS die türkische Armee und Anhänger der kurdischen PKK Straßenkämpfe.

In seinem Vortrag, den Schmalstieg auf Einladung des Interkulturellen Miteinanders in Burgwedel halten wird, möchte er seine persönlichen Erfahrungen und Auffassungen zu zwei Fragen verdeutlichen: Was kann die internationale Gemeinschaft tun, um den Flüchtenden zu helfen? Und gibt es eine Chance auf Frieden in der Region? Im Anschluss dürfen die Besucher mitdiskutieren. Der Eintritt ist frei.

Carina Bahl

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