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Schwerhörige verstehen jetzt besser

Großburgwedel Schwerhörige verstehen jetzt besser

Eine überschaubare Investition - und in Burgwedels zentralem Veranstaltungszentrum Amtshof ziehen Hörgeschädigte beim Kulturgenuss jetzt gleich. Die Stadt hat die mobile Induktionsanlage 3500 Euro gekostet.

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Gernot Höppner (links) testet die neue Induktions
anlage, Akustiker Horst Domscheid zeigt Sender und Empfänger.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Funkempfänger per Clip am Gürtel befestigen oder in die Tasche stecken, wahlweise Kopfhörer oder Hörgerät anschließen, einschalten, die gewünschte Lautstärke einstellen, und schon kommen die Tonsignale laut und klar im Ohr an - ob im Puschenkino, im Konzert, bei Lesungen oder wenn im Rat debattiert wird.

Gernot Höppner, 76-jähriger Hörgeräteträger aus Großburgwedel, hatte vor Kurzem sein Hör-Handicap bei Amtshof-Terminen publik gemacht und auf Inklusion für Hörgeschädigte gedrungen. Montagvormittag war er das zufriedene Versuchskaninchen, als Horst Domscheid die circa 3500 Euro teure mobile Induktionsanlage für den Saal einrichtete. Ein kleiner Senderwürfel, der auf einem Ständer frei im Saal steht, versorgt die Empfangsgeräte. Fünf davon hat die Stadt samt Kopfhörern angeschafft. „Die Anzahl ließe sich bei Bedarf natürlich jederzeit erweitern“, sagt Jens Hungerland von der Stadt.

Akustiker Domscheid empfiehlt, mit einem Aushang auf den neuen Service hinzuweisen. „Der große Vorteil der Geräte ist, dass sie sehr diskret zu nutzen sind“, sagt er.

Von Martin Lauber

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